Zu Studienzeiten steht Franziska Deinhammer wie verzaubert vor Gustave Caillebottes „Die Parkettschleifer“ im Musée d’Orsay in Paris und denkt: „Wenn auch nur ein anderer Mensch das Gefühl hat, das ich gerade empfinde, dann muss ich dafür kämpfen, dass Kunstwerke erhalten und ausgestellt werden!“
Es ist nicht verwunderlich, dass Deinhammer durch ihre leidenschaftliche Begeisterung für die Vermittlung von Kunst sowie ihre fachliche Expertise innerhalb kürzester Zeit zur Leiterin der Wessenberg-Galerie Konstanz aufgestiegen ist.
Deinhammer studierte nach ihrem Abitur Kunstgeschichte und Ethnologie an der Universität Tübingen. Ihren Masterabschluss in Kunstgeschichte und Museologie erwarb sie an der École du Louvre in Paris sowie an der Universität Heidelberg. Seit 2019 ist sie bei den Städtischen Museen in Konstanz tätig, zunächst als Volontärin, dann als wissenschaftliche Mitarbeiterin.
Im Mai 2024 übernahm sie nach der Verabschiedung der ehemaligen Leiterin Barbara Stark die Leitung der Städtischen Wessenberg-Galerie Konstanz. „Ein Besuch im Museum hat mich immer anders herausgehen lassen. Ich dachte: Man kann etwas Positives in die Welt bringen durch die Betrachtung und Vermittlung von Kunst. Dieser Gedanke hat mich begeistert und lässt mich bis heute nicht los.“
Mit der so ersehnten Aufgabe der Erhaltung und Vermittlung des kulturellen Erbes ist Franziska Deinhammer nun tagtäglich beauftragt. „Wir haben hier in der Wessenberg-Galerie eine wirklich erstklassige, unfassbar abwechslungsreiche Sammlung, die mich immer wieder aufs Neue fasziniert. Man kann sie aus ganz verschiedenen Blickwinkeln neu befragen und entdecken.“
Dabei immer mit im Blick: Die unterschiedlichen Hintergründe und Altersgruppen der Besucherinnen und Besucher. In der aktuellen Ausstellung zu Hans Toma (noch zu sehen bis zum 12. Januar 2025) sind QR-Codes, die Audio-Guides auf Deutsch und Englisch am eigenen Smartphone öffnen, sowie Versuche der kreativen Kunstvermittlung und -auslegung durch Künstliche Intelligenz eingebaut.
„BLAU – Faszination einer Farbe“ (25. Januar bis 15. Juni 2025) wagt im kommenden Jahr einen ganz neuen, durch und durch blauen Blick auf die rund 15.000 Stücke umfassende Sammlung. Weiter geht es mit „Im Fremden zu Hause“ mit Werken von Anna und Peter Diederichs (5. Juli bis 5. Oktober 2025) und „Verschneites Land“ Winterbilder der Düsseldorfer Malerschule aus der Dr. Axe-Stiftung (18. Oktober 2025 bis 1. März 2026).
(Pressemitteilung: Stadt Konstanz)