Am Gallerturm in Überlingen setzt eine rote Bank ein dauerhaftes Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Sie informiert über Hilfsangebote und soll Betroffene ermutigen, Unterstützung zu suchen.
Am Gallerturm ist seit dem 10. Juli 2026 eine rote Sitzbank als sichtbares Symbol gegen Gewalt an Frauen und Mädchen aufgestellt. Oberbürgermeister Jan Zeitler, Birgit Pfeiffer-Buchbinder von der NOVA VITA Stiftung und die Frauen- und Familienbeauftragte des Bodenseekreises, Veronika Wäscher-Göggerle, stellten die Bank der Öffentlichkeit vor. Sie ist Teil der kreisweiten Initiative „Kein Platz für Gewalt an Frauen“.
Dauerhaftes Zeichen im öffentlichen Raum
Mit dem Standort am Gallerturm erhält die Initiative auch in Überlingen einen festen Platz im öffentlichen Raum. Die etwas geschützte Lage soll Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geben, sich in Ruhe mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich über Hilfsangebote zu informieren.
Die verkürzte Sitzfläche und die Aufschrift auf der Rückenlehne verdeutlichen die Botschaft des Projekts. Gleichzeitig soll die Bank Betroffene dazu ermutigen, ihr Schweigen zu brechen, Unterstützung in Anspruch zu nehmen und Gewalttaten anzuzeigen. Über einen QR-Code gelangen Interessierte direkt zu Informationen sowie Beratungs- und Hilfsangeboten.
„Mit der roten Bank geben wir diesem wichtigen Thema auch in Überlingen einen festen Platz im öffentlichen Raum. Der Standort am Gallerturm verbindet Sichtbarkeit mit der Möglichkeit, kurz innezuhalten und sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Sie erinnert uns daran, hinzusehen, Betroffene ernst zu nehmen und gemeinsam Haltung gegen Gewalt zu zeigen“, sagte Oberbürgermeister Jan Zeitler.
„Gewalt gegen Frauen und Mädchen geschieht häufig im Verborgenen. Die rote Bank macht das Thema sichtbar und vermittelt Betroffenen eine klare Botschaft: Sie sind nicht allein und können sich Hilfe holen“, erklärte Veronika Wäscher-Göggerle, Frauen- und Familienbeauftragte des Bodenseekreises und Koordinatorin der Initiative.
Die NOVA VITA Stiftung unterstützt das Projekt gemeinsam mit dem Verein für Kommunale Kriminalprävention Bodenseekreis finanziell. „Uns war wichtig, ein Projekt zu ermöglichen, das dauerhaft Aufmerksamkeit schafft. Die roten Bänke stehen für eine klare gesellschaftliche Haltung: Gewalt gegen Frauen und Mädchen darf nicht hingenommen werden“, sagte Birgit Pfeiffer-Buchbinder von der NOVA VITA Stiftung.
18 rote Bänke im Bodenseekreis
Bis Ende 2026 sollen an markanten Orten im Bodenseekreis insgesamt 18 rote Bänke aufgestellt werden. Davon befinden sich 14 in Städten und Gemeinden des Landkreises, vier weitere an kreiseigenen Schulen.
Gebaut und gestaltet wurden die Bänke an der Claude-Dornier-Schule des Landkreises in Friedrichshafen. Rund 50 junge Menschen waren an den Metall-, Holz-, Maler- und Gestaltungsarbeiten beteiligt. Darunter befanden sich auch Schülerinnen und Schüler einer inklusiven berufsvorbereitenden Kooperationsklasse für Jugendliche mit besonderem pädagogischem Unterstützungsbedarf.
Weitere Informationen zu Gewalt gegen Frauen sowie Beratungs- und Unterstützungsangeboten sind unter bodenseekreis.de abrufbar.
(Quelle: Landratsamt Bodenseekreis)