Wirtschaftliches Potenzial der Bodenseeregion: Investitionsvorteile im Überblick

Wirtschaftliches Potenzial der Bodenseeregion: Investitionsvorteile im Überblick
Die Bodenseeregion zeichnet sich durch eine außergewöhnlich hohe Lebensqualität aus. (Bild: franka555_Shutterstock)

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Die Bodenseeregion, die sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein erstreckt, bietet Investoren eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber anderen Regionen. Mit hoher Lebensqualität, erstklassiger Bildung, attraktiven Arbeitsmöglichkeiten und einer strategisch günstigen Lage eröffnet sie nahezu grenzenlose Investitionschancen, kombiniert das Beste aus vier Ländern und schafft so ein dynamisches wirtschaftliches Umfeld, das seinesgleichen sucht.

Positives Image als Standortvorteil

Die Bodenseeregion zeichnet sich durch eine außergewöhnlich hohe Lebensqualität aus. Malerische Landschaften, vielseitige Freizeitmöglichkeiten und ein reiches kulturelles Angebot machen die Region besonders attraktiv. Die Freizeitaktivitäten sind vielfältig und für alle Altersgruppen geeignet. Zahlreiche Veranstaltungen wie das Seehasenfest in Friedrichshafen und Festivals wie der Jazzherbst in Konstanz bereichern zudem das kulturelle Leben und begünstigen ein positives Image.

Die Region bietet darüber hinaus ein hohes Maß an Sicherheit und Stabilität und sorgt für ein verlässliches Umfeld. Niedrige Kriminalitätsraten und eine gut ausgebaute öffentliche Infrastruktur tragen dazu bei, dass sich sowohl Einwohner als auch Unternehmen gut aufgehoben fühlen. Diese Faktoren stärken das Vertrauen von Investoren und fördern langfristige Engagements in der Region.

Optimale Lage und Verkehrsanbindung der Bodenseeregion

Die strategische günstige Position im Herzen Europas ermöglicht den einfachen Zugang zu wichtigen Märkten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein und bietet für Unternehmen den Vorteil, innerhalb kurzer Zeit große Absatzmärkte zu erreichen sowie internationale Geschäftsbeziehungen zu pflegen. Dadurch wird die Bodenseeregion zum idealen Standort für Unternehmen, die europaweit agieren möchten. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die hervorragende Verkehrsanbindung mit gut ausgebauten Autobahnen und einem effizienten und schnellen Eisenbahnnetz. Der internationale Flughafen Zürich und die Flughäfen Friedrichshafen und St. Gallen-Altenrhein offerieren regelmäßige Verbindungen zu vielen europäischen Metropolen. Der Bodensee als Binnengewässer bietet eine zusätzliche logistische Option für den Gütertransport.

Steuervorteile und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in der Bodenseeregion sind darauf ausgerichtet, Investitionen zu fördern und Unternehmen optimale Bedingungen zu bieten. Unterschiedliche Förderprogramme in allen vier Ländern unterstützen vorwiegend Investitionen in Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit mit Zuschüssen und steuerlichen Erleichterungen. Zudem lohnt es sich, die Unterschiede zwischen dem Handelsgesetzbuch in Deutschland oder Österreich und dem Unternehmensgesetzbuch in der Schweiz zu analysieren. In der Schweiz sind etwa die Gründungsformalitäten für Unternehmen weniger komplex und weniger zeitaufwendig als in Deutschland.

Vor allem Thurgau in der Schweiz bietet attraktive steuerliche Anreize für Unternehmen und gehört mit einem effektiven Unternehmenssteuersatz von rund 16 Prozent zu den Regionen im deutschsprachigen Raum mit einer der geringsten Steuerbelastungen. Durch die niedrigen Steuern können die Unternehmen ihre Betriebskosten senken und Investitionen fördern. Ein Beispiel für eine sinnvolle Nutzung dieser steuerlichen Vorteile ist die AFG Arbonia-Forster-Holding AG, die im Thurgau ihre Produktionsstätten betreibt.

Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte in der Bodenseeregion

Die Bodenseeregion verfügt über eine große Auswahl an Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen, die die Basis für qualifizierte Arbeitskräfte schaffen. Universitäten und Fachhochschulen in Konstanz, St. Gallen und Bregenz warten mit erstklassigen Bildungsprogrammen in verschiedenen Fachrichtungen auf. Zusätzlich tragen berufliche Ausbildungszentren und Fachschulen zur Qualifizierung von Arbeitskräften bei und sorgen dafür, dass die Region über eine gut ausgebildete und vielseitige Belegschaft verfügt. Die Region profitiert darüber hinaus davon, Arbeitskräfte aus vier Ländern rekrutieren zu können und verfügt dadurch über ein breites Angebot an qualifizierten Fachkräften, die den speziellen Anforderungen der einzelnen Unternehmen gerecht werden.

Ein Beispiel ist der weltweit tätige Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen AG, der die Nähe zu zahlreichen technischen Hochschulen und Ausbildungszentren in der Region nutzt, um hochqualifizierte Ingenieure und Techniker zu rekrutieren. Damit trotzt er dem allgemeinen Fachkräftemangel, der ansonsten in weiten Teilen Deutschlands vorherrscht.

Die Bodenseeregion: Einer der dynamischsten Wirtschaftsräume Europas

Die Bodenseeregion zählt zu den dynamischsten und wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsräumen Europas. Der Metropolitanraum Bodensee (MRB) beherbergt etwa 775.000 Einwohner und über 445.000 Beschäftigte und ist bekannt für seine Innovationskraft und die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Technologiestandorte und F&E-Zentren spielen dabei eine wichtige Rolle bei der wirtschaftlichen Entwicklung und stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Region.

Diese profitiert zudem von einem dichten Netzwerk aus Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Hochschulen, das Innovationen fördert. Das beweisen Initiativen wie das internationale Forschungsprojekt Bodensee 2030, an dem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Konstanz, Liechtenstein, St. Gallen und Friedrichshafen beteiligt sind und zur Entwicklung zukunftsweisender Konzepte beitragen. Rund 1.000 Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben darin ihre Einschätzungen zur Zukunft der Region formuliert.

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sind ebenfalls fest in der wirtschaftlichen Strategie der Bodenseeregion verankert. Unternehmen und Institutionen arbeiten gemeinsam daran, ökologische und ökonomische Ziele zu vereinen. Durch die enge Zusammenarbeit von Forschung und Praxis entstehen nachhaltige Innovationen, die sowohl der Umwelt als auch der Wirtschaft zugutekommen. Die Region setzt damit Maßstäbe für eine zukunftsorientierte und umweltbewusste Entwicklung.