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Saisonbilanz und Zukunftspläne Pop-up-Gastronomie in Friedrichshafen geht 2027 weiter

Die Pop-up-Gastronomie in Friedrichshafen beendet ihre Saison mit unterschiedlichen Ergebnissen. Die Stadt plant bereits für 2027 und will die Innenstadt weiter beleben.

Lesezeit 3 Minuten
Pop-up-Gastronomie auf einem gepflasterten Platz mit Liegestühlen, Stehtischen und Sonnenschirmen unter Bäumen.
Der Winter naht und die Saison für die Pop-up-Gastronomien an den verschiedenen Plätzen in der Innenstadt endet, zum Beispiel für die Minibar auf dem Kirchplatz zwischen der Kirche St. Nikolaus und dem Rathaus. (Bild: Stadt Friedrichshafen

Von Ostern bis Ende Oktober haben drei Pop-up-Gastronomien an verschiedenen Standorten die Friedrichshafener Innenstadt belebt. Nach dem Ende der Saison 2026 ziehen die Betreiber unterschiedliche Bilanzen. Während einige von guten Geschäften berichten, blieben die Ergebnisse andernorts hinter den Erwartungen zurück.

Das überwiegend beständige Sommerwetter wirkte sich positiv auf die Gastronomieangebote aus. Einzelne Regentage an umsatzstarken Augustwochenenden führten allerdings zu Einbußen. Bereits jetzt steht fest, dass die Stadt Friedrichshafen das Konzept 2027 fortsetzen möchte.

Minibar am Kirchplatz: Weniger Gäste als im Vorjahr

Sam und Mike Dilnot schließen ihren Minibar-Container am Kirchplatz Ende Oktober. Trotz eines Besucherrückgangs fällt ihr Rückblick positiv aus. „Die Saison war gut, es war aber weniger los als im Vorjahr“, berichtet Sam Dilnot.

Mit Retro-Stehtischen aus Ölfässern, Strandstühlen und Obstkisten gestalteten die Betreiber ihren Außenbereich. Zu den Gästen gehörten junge Menschen, die sich mit Freunden trafen, ebenso wie ältere Besucher, Familien und Urlauber.

Besonders erfolgreich war nach Angaben der Betreiber die Veranstaltung „Beats and Bottles“. „Das war großartig und das beste Wochenende für uns“, so Sam Dilnot.

Auch das neue Speisenangebot mit original ukrainischen Pelmeni, kleinen Teigtaschen mit frischem Dill und Schmand, kam laut Dilnot gut an und sorgte für zusätzliche Umsätze.

ApiBar profitiert von längerer Saison

Für Christian Mosmann, Betreiber der ApiBar, verlief die zweite Pop-up-Saison erfolgreicher als 2025. Ausschlaggebend war vor allem der frühere Start.

„Das liegt vor allem daran, dass wir bereits Anfang April öffnen konnten und damit den kompletten April und Mai mit dabeihatten, was 2025 noch nicht der Fall war“, erklärt Mosmann.

Die ApiBar mit ihrem rustikalen Urban Style und Gartenflair zog sowohl Stammgäste als auch Urlauber und Tagestouristen an. Besonders die Live-Musik direkt am See gehörte zum Angebot.

Das gastronomische Konzept konzentriert sich bewusst auf Getränke statt auf vollständige Mahlzeiten. „Wir verstehen uns als Aperitivo-Bar, bei der die Getränke im Vordergrund stehen. Das ergänzt sich gut mit der umliegenden Gastronomie. Viele Gäste gehen später bei uns in der Nähe essen und kommen danach wieder zu uns zurück“, erklärt Mosmann.

Waffelstand am Adenauerplatz: Ziel nicht erreicht

Auch am Hain am Adenauerplatz gab es in diesem Jahr ein vorübergehendes Gastronomieangebot. Daniye Top betrieb dort von Ende April bis Anfang September das Pop-up „PuB – Perspektiven und Begegnungen“.

Vier Monate lang verkaufte sie ihre „TOP Häfler Waffeln“, hausgemachte Waffeln mit verschiedenen Toppings und Früchten.

Obwohl die Betreiberin ihr persönliches Ziel nicht erreichte, blickt sie auf die Zeit positiv zurück. Für sie sei mit dem eigenen Pop-up-Stand ein Traum in Erfüllung gegangen.

Stadt Friedrichshafen plant bereits für 2027

Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre soll die Pop-up-Gastronomie auch 2027 fester Bestandteil der Innenstadtbelebung bleiben. Die Planungen für die kommende Saison laufen bereits.

„Wir möchten die Friedrichshafener Innenstadt als Treffpunkt und Aufenthaltsraum stärken. Die Pop-ups zielen darauf ab, ausgewählte Plätze zu beleben, mit individuellen Gastrokonzepten zu experimentieren und so zu einem abwechslungsreichen Bild der Friedrichshafener Innenstadt beizutragen“, erklärt Erster Bürgermeister Andreas Hein.

Vorgesehen ist, alle ausgewählten und geeigneten Standorte in der Innenstadt gastronomisch zu nutzen. Zudem sollen die temporären Angebote künftig noch stärker im Stadtbild verankert werden.

Ein besonderes Ziel ist es, die Innenstadt auch in den frühen Abendstunden und darüber hinaus als Aufenthaltsort attraktiver zu machen.

(Quelle: Stadt Friedrichshafen)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
29.10.2026, 15:29 Uhr

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