Organisatorische und strukturelle Neuaufstellung im Medizin Campus Bodensee

Organisatorische und strukturelle Neuaufstellung im Medizin Campus Bodensee
Bei einer „kick off“-Veranstaltung gab es den offiziellen Startschuss für die neue interdisziplinäre Intensivstation des Klinikums Friedrichshafen, die von der Anästhesie geleitet wird. (Bild: MCB)

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Die Intensivstation des Klinikums Friedrichshafen wird strukturell und organisatorisch neu aufgestellt. Aus der internistischen und der operativen Intensivstation, die jeweils eine ärztliche Leitung hatten, wird jetzt eine interdisziplinäre Intensivstation. Sie wird von den Oberärzten Dr. Matthias Vogel und seinem Stellvertreter Oberarzt Dr. Sevak Taslakian, beide Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, sowie Martin Abberger und Ilka Stöbel im pflegerischen Bereich, geleitet.

„In einem Krankenhaus unserer Größenordnung ist eine interdisziplinäre Intensivstation üblich“, stellt Chefarzt Prof. Dr. Volker Wenzel, Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie, fest.

Gemeinsam mit der Geschäftsführung haben sich Ärzte verschiedener Kliniken und Intensiv-Pflegekräfte in den vergangenen Wochen, nicht zuletzt wegen der öffentlich gewordenen Kritik und des Pflegepersonal-Notstands, konstruktiv Gedanken gemacht und eine Geschäftsordnung für die interdisziplinäre Intensivstation erarbeitet, die von allen Chefärzten des Klinikums unterschrieben wurde. Die Neuordnung der intensiv-medizinischen Versorgung im Klinikum Friedrichshafen wird von allen Fachrichtungen unterstützt, um diesen hoch-sensiblen und kostenintensiven Bereich des Krankenhauses besser und vor allem im Sinne der sicheren Patientenversorgung steuern zu können.

Diese Organisationsrichtlinie regelt die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Berufsgruppen und die Arbeitsprozesse mit dem klar formulierten Ziel, eine höchstmögliche Patienten-, Mitarbeitenden- und Angehörigenzufriedenheit zu erreichen.

Konkret wird die Geschäftsordnung für eine bessere Belegungsplanung sorgen, soll Überstunden vermeiden, eine bessere Personalentwicklung ermöglichen und vor allem die Kernkompetenzen der Mitarbeitenden zusammenführen.

„Die breite interdisziplinäre und interprofessionelle Basis stellt die beste Voraussetzung zum interdisziplinären Austausch und somit zur kontinuierlichen Personalentwicklung dar“, fasst Prof. Dr. Roman Huber, Medizinischer Direktor des Klinikums, zusammen. Und die personelle Ausstattung der Anästhesiologie schaffe gute Voraussetzungen dafür, die Patienten gemeinsam mit den Fachabteilungen, die die Patienten primär auf die Intensivstation verlegt haben, zu behandeln.

Neben Ärzten, Pflegekräften und Mitarbeitenden des Therapiezentrums sind gegebenenfalls auch die Mitglieder des Ethikkomitees in die Versorgung der Patienten eingebunden, vor allem dann, wenn es um die Patientenautonomie und –selbstbestimmung oder Fragen der Therapiebeschränkung oder –ausweitung geht.

(Pressemitteilung: MCB)