Friedrichshafen: Baum stürzt auf Oberleitung und wird von Zug erfasst

Ein herannahender IRE erkannte die Gefahrenstelle und leitete unverzüglich eine Schnellbremsung ein.
Ein herannahender IRE erkannte die Gefahrenstelle und leitete unverzüglich eine Schnellbremsung ein. (Symbolbild: picture alliance/dpa | Felix Kästle)

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Ein umgestürzter Baum hat einen Interregio-Express zu einer Schnellbremsung gezwungen und beschädigt. 98 Bahnreisende mussten aus dem Zug evakuiert werden und verließen mit Bussen die Unfallstelle.

Am heutigen Vormittag (2. April 2024) gegen 10:15 Uhr ist es auf der Bahnstrecke von Ravensburg nach Lindau in Friedrichshafen-Löwental zu einem Bahnbetriebsunfall gekommen. Zuvor war ein ca. 26 Meter hoher Baum auf die Oberleitungen gefallen. Die komplett entwurzelte Tanne blieb offenbar zunächst auf den Fahrleitungen liegen. Ein herannahender IRE erkannte die Gefahrenstelle und leitete unverzüglich eine Schnellbremsung ein. Wenig später erfasste der Stromabnehmer des bremsenden Zuges den Baum, was im weiteren Verlauf zum Abriss einer der Oberleitungen führte. Etwa 150 Meter nach dem Unfallort kam der IRE schließlich zum Stehen.

Die 98 Reisenden des Zuges blieben unverletzt. Nach Abschluss der Erdungsmaßnahmen durch die Deutsche Bahn evakuierten Einsatzkräfte der örtlichen Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Landes- und Bundespolizei die Personen. Zwei Gelenkbusse brachten sie schließlich zum Stadtbahnhof Friedrichshafen.

Der durch die Kollision beschädigte Zug konnte seine Fahrt nicht selbstständig fortsetzen. Durch den Unfall entstand ein Sachschaden in fünfstelliger Höhe.

Die Reparaturmaßnahmen an der beschädigten Oberleitung werden voraussichtlich noch bis in die Abendstunden andauern.

(Pressemitteilung: Bundespolizeiinspektion Konstanz)