An jedem letzten Donnerstag im Monat sind sie unterwegs: Freiwillige Helferinnen und Helfer, ausgerüstet mit Müllsäcken und Greifzangen, sammeln entlang der Uferpromenade und am Bodenseeufer achtlos weggeworfenen Müll ein – freiwillig, ehrenamtlich und mit viel Engagement.
Begonnen hat alles mit einem Leserbrief
Die Initiative startete im Juli 2018, als Jutta Otte per Leserbrief Menschen suchte, die sich gemeinsam mit ihr für eine saubere Uferpromenade einsetzen wollten. Ihr Aufruf zeigte Wirkung – es meldeten sich mehrere Interessierte, die seither regelmäßig mitanpacken.
Vom Schlosshafen bis zum Ruderverein
Das Einsatzgebiet der Gruppe erstreckt sich vom Schlosshafen entlang der Uferstraße bis zum Ruderverein. In rund sechs Jahren ist dabei eine beachtliche Menge Müll zusammengekommen – genaue Zahlen gibt es nicht, aber die Eindrücke sprechen für sich.
Kuriose Funde und besondere Problemstellen
Immer wieder staunen die Helfenden über das, was achtlos weggeworfen wird: Kleidungsstücke, Unterwäsche, Flaschen, Dosen, gebrauchte Feuchttücher, Kronkorken – und besonders viele Zigarettenstummel. Eine auffällige Problemstelle ist die Molemauer, vor allem bei niedrigem Wasserstand des Bodensees.
Gemeinschaft und Motivation
„Wir machen das, weil es uns eine Herzensangelegenheit ist“, sagt die Gruppe einstimmig. Manche der Teilnehmenden kommen sogar aus umliegenden Gemeinden, um mitzuhelfen. Bei Regen oder im Winter pausiert die Aktion. Die erste Müllsammelrunde des Jahres fand am vergangenen Donnerstag zwischen 9 und 11 Uhr statt – wie immer mit einem gemütlichen Abschluss im Café am Rathaus, wo die Gruppe bei Kaffee ihre Funde bespricht.
Weitere Helferinnen und Helfer gesucht
Die Gruppe freut sich über neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter: „Wir brauchen Menschen, die uns beim Aufsammeln des Mülls helfen“, heißt es von den Engagierten. Interessierte können sich bei Manuela Abt (Telefon 07546 918409) oder Klemens Heiß (Telefon 07541 9537620) melden, um mehr über die Aktion zu erfahren.
(Quelle: Stadt Friedrichshafen)