Stromverbrauch im Wandel Bodenseekreis: Haushalte verbrauchen weniger Strom – Netze bleiben dennoch gefordert

Bodenseekreis: Haushalte verbrauchen weniger Strom – Netze bleiben dennoch gefordert
Der private Stromverbrauch nimmt ab. Grund dafür ist u.a. der Anstieg der Produktion aus privaten PV-Anlagen. Dadurch wird auch das Stromnetz (im Bild ein Umspannwerk) stärker gefordert. (Bild: Stadtwerk am See)
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Der Stromverbrauch privater Haushalte im Bodenseekreis sinkt. Gleichzeitig verändert sich die Nutzung des Stroms, was neue Anforderungen an das Stromnetz stellt.

Die Haushalte am Bodensee verbrauchen weniger Strom als noch vor fünf Jahren. Nach Beobachtungen des Stadtwerks am See (SWSee) wirkt sich jedoch nicht nur die verbrauchte Strommenge auf das Netz aus. Auch das veränderte Verbrauchsverhalten spielt eine wichtige Rolle. Das Fazit des Energieversorgers: Weniger Verbrauch bedeutet nicht automatisch weniger Aufwand für das Stromnetz.

Haushaltsstromverbrauch sinkt deutlich

Seit der Energiekrise 2022 hat sich das Verbrauchsverhalten in privaten Haushalten spürbar verändert. Effizientere Geräte, ein gestiegenes Bewusstsein für Energiekosten, private Photovoltaikanlagen und mildere Winter haben den durchschnittlichen Haushaltsstromverbrauch um rund 230 auf 2.430 Kilowattstunden gesenkt. Das entspricht einem Rückgang von knapp neun Prozent seit 2019.

Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich veröffentlichte Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Das Stadtwerk am See bestätigt, dass sich dieser Trend auch in der Bodenseeregion zeigt.

Strom wird heute anders genutzt

Nach Angaben des SWSee hat sich vor allem der Tagesverlauf des Stromverbrauchs verändert. Während früher die höchsten Lasten in den Abendstunden durch Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Geschirrspüler oder Herde entstanden, verlagern sich Lastspitzen durch Homeoffice zunehmend in den Vormittag. Insgesamt wird das Stromnetz über den Tag hinweg gleichmäßiger ausgelastet.

„Wir beobachten eine höhere Grundlast vor allem durch Computer, Router, Fernseher und Streaminggeräte, die häufig im Dauerbetrieb laufen“, stellt Mark Kreuscher, Bereichsleiter Netze beim Stadtwerk am See, fest. „Aber auch E-Autos und Wärmepumpen sorgen für einen längeren, gleichmäßigeren Strombezug.“

Netze müssen Spitzenlasten bewältigen

Eine gleichmäßigere Auslastung entlastet das Stromnetz grundsätzlich. Dennoch bleibt der Netzausbau laut Stadtwerk eine zentrale Aufgabe. Der höchste Strombedarf entsteht weiterhin im Winter – also genau dann, wenn Photovoltaikanlagen nur wenig oder gar keinen Strom erzeugen. Für diese maximale Leistungsanforderung müssen die Stromnetze ausgelegt sein.

„Für die Dimensionierung unserer Netze ist nicht die insgesamt verbrauchte Energiemenge entscheidend, sondern die höchste gleichzeitig benötigte Leistung“, erklärt Kreuscher.

(Quelle: STADTWERK AM SEE GmbH & Co. KG)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.