2025 ist der Naturgartenwettbewerb des Landkreis Biberach und der Obst- und Gartenbauakademie Biberach bereits zum vierten Mal durchgeführt worden. Jetzt wurden die zehn bestbewerteten Gärten mit der Naturgartenplakette ausgezeichnet.
Die Auszeichnung überreichte Dr. Claudia Warken, Erste Landesbeamtin des Landkreises. Sie betonte, dass die Auswahl der Gewinnerinnen und Gewinner der Jury nicht leichtgefallen sei. Das Niveau der eingereichten Gärten sei sehr hoch gewesen, die ausgezeichneten Gärten hätten die Bewertungskriterien jedoch in besonderem Maße erfüllt.
Auch die übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gingen nicht leer aus. Sie waren zu einem gemeinsamen Abend eingeladen und erhielten als Anerkennung eine Gartenschere.
Zu den Kriterien des Naturgartenwettbewerbs zählen unter anderem der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel, torfhaltige Substrate, Mähroboter und Unkrautvlies. Bewertet werden außerdem naturnahe Elemente wie insektenfreundliche Staudenbeete, Wasserstellen, Steinhaufen, Trockenmauern, Reisig- und Totholzbereiche, Nistmöglichkeiten, Entsiegelungsmaßnahmen sowie eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Sie bieten Lebensräume für Insekten, Amphibien und zahlreiche weitere Tierarten.
Für den Wettbewerb 2025 gingen rund 30 Bewerbungen ein. Im Sommer besichtigte die Jury die teilnehmenden Gärten. Dabei legten Alexander Ego, Leiter der OGAB, Isabell Richter, Fachwartin für Obst- und Gartenbau, Anna-Lena Bader vom Landwirtschaftsamt sowie Juliane Fischer von der Zentralstelle für Gremien, Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung rund 250 Kilometer im gesamten Landkreis zurück. Die Bewertungsroute reichte von Tannheim bis Bad Schussenried sowie von Achstetten bis Ingoldingen.
OGAB-Leiter Alexander Ego zeigte sich auch bei der vierten Auflage beeindruckt von der Qualität der Gärten. Es sei erfreulich zu sehen, wie stark das Bewusstsein für Natur- und Artenschutz wachse und wie engagiert viele Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner ihre Grundstücke naturnah gestalten. So entstünden wichtige Trittsteinbiotope, die für den Erhalt der Artenvielfalt unverzichtbar seien. Er hoffe, dass sich künftig noch mehr Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer davon inspirieren lassen.
Mit der Naturgartenplakette ausgezeichnet wurden:
- Sonja Hauff, Bad Buchau
- Renate Hirscher, Bad Schussenried
- Sonja Hummel, Ingoldingen
- Wolfgang Janke, Biberach
- Lothar Jans, Orsenhausen
- Anuschka Kiess, Bad Schussenried
- Daniela Schönfeld, Achstetten
- Karen Schutz, Warthausen
- Beate Stellmann, Oberessendorf
- Felicitas Strahl, Rot an der Rot, Ortsteil Haslach
(Quelle: Landratsamt Biberach)