Hugo-Häring-Auszeichnung Gewinnerprojekte Neubau der Mali-Sporthalle mit Gymnastikraum und Werkräumen

Neubau der Mali-Sporthalle mit Gymnastikraum und Werkräumen
Der Abriss der alten Mali-Sporthalle erfolgte 2020. Nach zweijähriger Bauzeit wurde die neue Halle 2022 eingeweiht. (Bild: D´Inka Scheible Hoffmann Lewald Architekten BDA)
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Im Rahmen der Ausstellung „Hugo Häring. Die Welt ist noch nicht ganz fertig“ präsentiert das Museum Biberach bis zum 18. Februar die Einreichungen für die Hugo-Häring-Auszeichnung 2023 im Glasbau des Museums.

Die Hugo-Häring-Auszeichnung wird an Bauherren sowie Architekten für vorbildliche Bauwerke in Baden-Württemberg vergeben. Von den 30 Einreichungen in der Kreisgruppe Ulm – Donau – Iller prämierte der Bund Deutscher Architekten BDA sieben neue Bauwerke in den Landkreisen Biberach, Alb-Donau-Kreis und Ulm.

In einer dreiteiligen Serie werden die vier prämierten Projekte aus dem Landkreis Biberach vorgestellt, im ersten Teil der Neubau der Mali-Sporthalle.

  • Bauherr: Stadt Biberach, Hochbau- und Gebäudemanagement
  • Architekt: D´Inka Scheible Hoffmann Lewald Architekten BDA
  • Jahr der Fertigstellung: 2022

Nachdem die ehemalige Mali-Sporthalle in Biberach Anfang 2020 abgerissen wurde, fand im Juli 2020 der Spatenstich für das neue Gebäude statt. Innerhalb von zwei Jahren konnte das städtische Bauprojekt fertiggestellt werden. Neben einer dreiteiligen Sporthalle mit einer Zuschauerkapazität von 200 Sitzplätzen und 100 Stehplätzen beinhaltet das Gebäude eine Gymnastikhalle und zusätzlich Werkräume für die Mali-Schule. Das Gebäude, das durch eine ansprechende Kombination aus Holz und Glas besticht, hat knapp 13 Millionen Euro gekostet.

Die Mali-Sporthalle bietet Platz für rund 300 Zuschauer.
Die Mali-Sporthalle bietet Platz für rund 300 Zuschauer. (Bild: D´Inka Scheible Hoffmann Lewald Architekten BDA)

Die Jury würdigte das Projekt wie folgt: Das an der Adenauerallee erstellte Bauwerk beeindruckt durch seine städtebauliche Einbindung mit den Raumkanten bildenden Abschlüssen zur Straße und der in unmittelbarer Nähe liegenden Brücke. Wie selbstverständlich schafft die Halle strukturelle Klarheit in der heterogenen Umgebung und strahlt durch ihr unaufgeregtes Erscheinungsbild Ruhe und Gelassenheit aus.

Einladend wird der Besucher durch ein großzügiges Entree vom ebenerdigen Zugang zu einem leicht erhöhten Eingangsniveau mit Übersicht über das gesamte Sportgeschehen empfangen. Durch die auf wenige Materialien wie Holz und Glas beschränkte Erscheinung wird der homogene Eindruck von außen und innen weiter verstärkt.

Die Konzentration auf den Baustoff Holz strahlt Ruhe und Klarheit aus. Die Funktionsbereiche der Sporthalle mit ihren Nebenräumen, die Gymnastikhalle, Zuschauertribünen und Werkräume erschließen sich dem Betrachter sofort und ermöglichen eine problemlose Orientierung. Gleichmäßiges Tageslicht erhellt aus fünf Oberlichtlaternen, die die Haupttragwerke begleiten, die Sportfläche und sorgt für eine angenehme und natürliche Stimmung.

Das Erscheinungsbild des kompakten Baukörpers und der insgesamt wohltuende Charakter des Gebäudes wird unterstützt durch die unaufgeregten Fassaden mit seinen wohlgesetzten Öffnungen hin zum Freiraum.

Weitere Informationen zur Hugo-Häring-Auszeichnung und den prämierten Projekten gibt es unter www.hugo-häring-preis.de.

(Pressemitteilung: Stadt Biberach)