Sanierung nach sieben Monaten Hagenbucher Weg in Biberach wieder freigegeben

Hagenbucher Weg in Biberach wieder freigegeben
Vertreter des Gemeinderats, der Stadtverwaltung und der am Bau beteiligten Firmen geben den Hagenbucher Weg wieder für den Verkehr frei. (Bild: Stadt Biberach)
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Nach rund sieben Monaten Bauzeit ist der Hagenbucher Weg in Biberach wieder für den Verkehr freigegeben. Die Sanierung kostete rund 2,2 Millionen Euro.

Der Vollausbau der 650 Meter langen Gemeindeverbindungsstraße war ursprünglich bereits für 2017 vorgesehen. Damals wurde die Ausschreibung jedoch aufgehoben, weil die eingegangenen Angebote deutlich über der Kostenberechnung lagen. Im Februar 2025 fasste der Gemeinderat schließlich einen neuen Baubeschluss auf Grundlage einer aktualisierten Planung.

Diese sah auch einen Gehweg vor, den sich die Bewohner von Hagenbuch gewünscht hatten. Bislang gab es entlang der Strecke in Richtung Theodor-Heuss-Straße keine entsprechende Verbindung für Fußgänger.

Neuer Gehweg verbessert die Verkehrssicherheit

Der neue Gehweg ist zwischen 1,80 und 2,30 Meter breit und verläuft parallel zur Fahrbahn. Aufgrund der topografischen Gegebenheiten liegt er teilweise oberhalb und teilweise unterhalb des Straßenniveaus. Am Ortseingang von Hagenbuch führt er entlang einer rund 60 Meter langen Natursteinmauer.

Im Einmündungsbereich der Theodor-Heuss-Straße wurde an der Bushaltestelle zudem eine barrierefreie Querungsmöglichkeit geschaffen.

Baubürgermeister Simon Menth bezeichnete den neuen Fußweg bei der Verkehrsfreigabe als einen der „schönsten und spektakulärsten Gehwege in Biberach“.

Fahrbahn und Leitungen vollständig erneuert

Auch die mindestens fünf Meter breite Fahrbahn wurde grundlegend saniert und erhielt einen neuen Kiesunterbau. In vielen Bereichen musste der Boden bis in eine Tiefe von etwa eineinhalb Metern verbessert werden, um den Rutschhang zu stabilisieren.

Große Teile der Straße hatten sich bereits in Richtung Hagenbucher Graben abgesenkt. Deshalb hatte kurz zuvor eine Vollsperrung gedroht.

„Wir haben die gut sieben Monate Bauzeit genutzt, um dem Hagenbucher Weg einmal eine komplette Frischzellenkur zu verpassen“, erklärte Menth.

Neben der Fahrbahn wurden auch die technischen Versorgungsanlagen erneuert. Dazu gehören ein neuer Regenwasserkanal, eine neue Wasserleitung und die Straßenbeleuchtung. Außerdem wurden Leerrohre für den künftigen Breitbandausbau verlegt.

Menth verwies bei der Verkehrsfreigabe auch auf die Bedeutung solcher Investitionen. Straßenbaustellen seien wegen der damit verbundenen Einschränkungen häufig unbeliebt. Dabei müsse man eigentlich um jede Baustelle froh sein. „Denn es bedeutet, dass Geld in die Hand genommen wird, um die Infrastruktur in Schuss zu halten.“

Bauarbeiten deutlich schneller als geplant

Ursprünglich waren für den Ausbau zwölf Monate vorgesehen. Die ausführende Firma Strabag konnte die Arbeiten jedoch auf gut sieben Monate verkürzen.

Dirk Langenbach vom Ingenieurbüro Langenbach aus Sigmaringen berichtete, dass während der Bauarbeiten insgesamt 5.000 Kubikmeter Erde bewegt und 1.400 Meter Randsteine gesetzt wurden.

Als besonders wichtig bezeichnete Langenbach die verbesserte Verkehrssicherheit durch den Vollausbau. Diese komme allen Verkehrsteilnehmern zugute. „Insbesondere natürlich für die Fußgänger.“

Auch der gesamte Ort Hagenbuch profitiere von der erneuerten Infrastruktur. „Hier hat man frühzeitig und vorausschauend agiert“, sagte Langenbach.

Baubürgermeister Menth bedankte sich bei allen am Projekt Beteiligten.

Rund 2,2 Millionen Euro für die Sanierung

Die Kosten für die Straßenbaumaßnahme belaufen sich auf rund 2,2 Millionen Euro. Zusätzlich investierte die e.wa riss weitere 400.000 Euro in das Wassernetz.

Vollständig abgeschlossen wird das Projekt in den kommenden Wochen mit den noch ausstehenden Ausgleichsmaßnahmen. Dabei sollen unter anderem 25 Bäume und 1.000 Sträucher gepflanzt werden.

(Quelle: Stadt Biberach)

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