Letzte Gelegenheit im Museum Ausstellung über Michael Zeynsler endet in Biberach

Ausstellung über Michael Zeynsler endet in Biberach
Am Sonntag, 18. Oktober, kann man in öffentlichen Führungen noch etwas über die 500 Jahre alte, meisterliche Schnitzkunst des Michael Zeynsler erfahren. (Bild: Museum)
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Am Sonntag, 18. Oktober, endet die Ausstellung über den Bildschnitzer Michael Zeynsler im Museum Biberach. Zwei letzte Führungen bieten Einblicke in sein Leben und Werk.

Um 11.15 Uhr führt Ina Billwiller durch die Ausstellung, um 15 Uhr übernimmt Museumsleiter Frank Brunecker die letzte Führung. Im Mittelpunkt steht ein Künstler, über dessen Leben nur wenig bekannt ist, der jedoch bedeutende Werke der oberdeutschen Schnitzkunst hinterlassen hat.

Ein Bildschnitzer kommt 1515 nach Biberach

Im Jahr 1515 kam Michael Zeynsler nach Biberach. Im Bürgerbuch der damaligen Reichsstadt, das die Neubürger dokumentierte, wurde er als „Michel Zeynsler dem bildhowern von Memingen“ eingetragen.

Zeynsler war Bildschnitzer und fertigte hölzerne Altarfiguren. Ob er tatsächlich aus Memmingen stammte, ist allerdings unklar. Die Bezeichnung im Bürgerbuch könnte auch darauf hindeuten, dass er dort lediglich zeitweise gearbeitet hatte. In den Memminger Archiven gibt es bis heute keinen Nachweis über eine Familie Zeynsler um das Jahr 1500.

Bedeutende Werke der spätgotischen Schnitzkunst

Michael Zeynsler hinterließ Hauptwerke der oberdeutschen Schnitzkunst. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine besonders feine und präzise Holzbearbeitung sowie eine ausgeprägte Realitäts- und Lebensnähe aus.

Neben weiteren Altarbauern, Malern und Bildhauern, die Ende des 15. und Anfang des 16. Jahrhunderts in Biberach und Umgebung tätig waren, trug insbesondere Zeynsler dazu bei, dass sich die Stadt als kleineres künstlerisches Zentrum neben Augsburg, Ulm und Memmingen etablieren konnte.

Ausstellung beleuchtet Leben vor 500 Jahren

Trotz seiner kunsthistorischen Bedeutung ist über Michael Zeynsler kaum mehr als sein Name bekannt. Das Museum Biberach versucht deshalb, die verfügbaren Erkenntnisse über den Künstler zusammenzutragen und seine erhaltenen Werke in den Mittelpunkt zu stellen.

Zugleich vermittelt die Ausstellung Einblicke in die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Reichsstadt Biberach vor mehr als 500 Jahren, einer Zeit tiefgreifender Veränderungen.

Die Ausstellung ist letztmals am Sonntag, 18. Oktober, zu sehen. Die abschließenden Führungen beginnen um 11.15 Uhr mit Ina Billwiller und um 15 Uhr mit Museumsleiter Frank Brunecker.

(Quelle: Stadt Biberach)

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