Strom für rund 30.000 Haushalte Baden-Württembergs größter Solarpark wurde feierlich eröffnet

Baden-Württembergs größter Solarpark wurde feierlich eröffnet
Der Solarpark der EnBW in Langenenslingen kann rechnerisch rund 30.000 Haushalte mit Strom versorgen. (Bild: EnBW/Paul Gärtner)

In Langenenslingen (Landkreis Biberach) ist Baden-Württembergs größter Solarpark der EnBW eröffnet worden. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und EnBW-Chef Georg Stamatelopoulos waren vor Ort.

Die EnBW hat ihren Solarpark in Langenenslingen-Wilflingen bereits im Mai in Betrieb genommen. Mit einer Gesamtleistung von 80 Megawatt erzeugen die 146.016 Module genügend Strom, um rechnerisch den Bedarf von rund 30.000 Haushalten im Jahr zu decken. Bei der Anlage handelt es sich um den derzeit größten Solarpark in Baden-Württemberg, heißt es in einer Mitteilung.

Der Bau dauerte rund ein Jahr

Die Anlage erstreckt sich über eine Fläche von rund 80 Hektar und findet Zuspruch bei den Menschen vor Ort: Sämtliche Beschlüsse zum Projekt wurden im Gemeinde- und Ortschaftsrat einstimmig gefasst. Bei der feierlichen Eröffnung am Montag, 21. Juli, lobte Kretschmann die zügige Fertigstellung des Solarparks in Langenenslingen und dass die Energiewende gelingen könne.

Insgesamt liegen die Kosten für den Solarpark, den die EnBW ohne staatliche Förderung errichtet hat, im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Die Einspeisung des Stroms, der in Langenenslingen erzeugt wird, erfolgt in rund vier Kilometern Entfernung in Beuren. Über ein eigenes Umspannwerk ist er hier an das 110 Kilovolt Hochspannungsnetz der Region angeschlossen.

250 Bäume wurden gepflanzt und 30 Teiche angelegt

Die Belange von Mensch und Natur hat die EnBW bei der Umsetzung besonders berücksichtigt. So stellten eine umfassende archäologische Voruntersuchung und die Begleitung der Tiefbauarbeiten sicher, dass mögliche historische Funde bewahrt wurden. In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den lokalen Behörden legte die EnBW Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen fest, um die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu schützen und zu fördern. Hierzu gehört der Erhalt der bestehenden Streuobstbäume, die Pflanzung von rund 250 weiteren Sträuchern und Bäumen und wie das Anlegen von insgesamt 30 Teichen, die Amphibien ein Zuhause bieten.

Mit dem Betrieb des Solarparks werden, verglichen mit einer konventionellen Stromerzeugung, jährlich etwa 60.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden.

(Quelle: EnBW/Presse/SWR)