Prävention von Antiziganismus: Geschichte anders verstehen, Bildung anders ermöglichen

Prävention von Antiziganismus: Geschichte anders verstehen, Bildung anders ermöglichen
Die Veranstaltung „Prävention von Antiziganismus: Geschichte anders verstehen, Bildung anders ermöglichen“ findet am 27. September statt. (Bild: Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg e.V.)
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Redaktion

Fortbildung für Lehrkräfte und Multiplikator*innen am 27. September, 15 – 18 Uhr im Museum Humpis-Quartier

Ravensburg – Am 27. September bieten Dr. Tim Müller und Jessica Kemfelja vom Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg e.V. eine Fortbildung zum Thema Antiziganismusprävention an. Sie zeigen auf, wie eine plurale und diskriminierungssensible Bildungsarbeit gestaltet werden kann.

Der heute noch vorherrschende Antiziganismus ist eng verwoben mit der historischen Ausgrenzung und Verfolgung von Sinti und Roma. Diese ist historisch erlernt und muss wieder verlernt werden.

Sinti gestalten seit über 600 Jahren die deutsche Geschichte mit. In Schulcurricula, Schulbüchern und im Schulunterricht spielt diese Geschichte lediglich eine marginale Rolle und trägt in einigen Fällen zur Verfestigung von Klischees und Vorurteilen bei.

In der Veranstaltung „Prävention von Antiziganismus: Geschichte anders verstehen, Bildung anders ermöglichen“ wird gezeigt, wie sich die Geschichte von Sinti und Roma als bedeutender Teil einer gemeinsamen Geschichte und Gesellschaft – etwa der Stadtgesellschaft – bis heute erzählen lässt und wie dieser Perspektivwechsel zu einer pluralen Geschichtserzählung beiträgt. Daraus ergeben sich auch Konsequenzen für die Bildungsarbeit. Es werden Ansätze zur Gestaltung von Bildungsmaterialen und Anregungen für ein diskriminierungssensibles pädagogisches Handeln diskutiert, die zur Prävention von Antiziganismus beitragen können.

Diese ist richtet sich insbesondere an Lehrkräfte sowie weitere Multiplikatoren und Personen, die in der Jugend- oder Erwachsenenbildung tätig sind. Er ist Teil der Begleitprogramm zur aktuellen Sonderausstellung „Ausgrenzung und Verfolgung. Ravensburger Sinti im Nationalsozialismus“.

Die Veranstaltung ist öffentlich, um Anmeldung bis zum 20.9. unter 0751/82-820 oder per Email an mhq@ravensburg.de wird gebeten.

Es gelten die gesetzlichen Abstands- und Hygienemaßnahmen.

(Pressemitteilung: Museum Humpis-Quartier)