Ulm: Landrat begrüßt 31 neue deutsche Staatsbürger

Rund 30 Personen mit Ihren Familien waren der Einladung von Landrat Heiner Scheffold (rechts) gefolgt.
Rund 30 Personen mit Ihren Familien waren der Einladung von Landrat Heiner Scheffold (rechts) gefolgt. (Bild: Landratsamt Alb-Donau-Kreis)

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Heiner Scheffold begrüßte 31 Frauen und Männer aus 16 Ländern im Haus des Landkreises. Sie alle sind neu eingebürgerte deutsche Staatsbürger. Der Landrat betonte den positiven Impuls für die Gesellschaft.

„Sich bewusst für eine Staatsbürgerschaft zu entscheiden, ist ein Ausdruck von Gestaltungswillen und Zuversicht. Man beschließt, Bürger eines Landes zu werden, weil man einen Ort gefunden hat, an dem man sich wohlfühlt und gute Zukunftsperspektiven für sich sieht. Diese Zuversicht der neu eingebürgerten deutschen Staatsbürger freut mich in so unruhigen Zeiten ganz besonders und ich bin mir sicher, dass sie als positiver Impuls in unsere Gesellschaft wirkt.

Durch die Einbürgerung von 258 Personen in den letzten zwölf Monaten wird der Alb-Donau-Kreis vielfältiger, kosmopolitischer und innovativer. Denn Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund bringen oft neue Perspektiven ein und bereichern so unser Miteinander. Und Sie bekennen sich gleichzeitig zu unserem Staat und unseren Werten und bringen sich in die Gesellschaft ein“, sagte Landrat Heiner Scheffold bei der Einbürgerungsfeier am 4. Oktober 2023 im Haus des Landkreises.

Viele verschiedene Nationen vertreten

31 Frauen und Männer aus 16 Ländern waren der Einladung der Landkreisverwaltung gefolgt und wurden zum großen Teil von ihren Familienangehörigen zu der Feierstunde begleitet. Sie stammen aus Algerien, Brasilien, der Dominikanischen Republik, Eritrea, Griechenland, dem Irak, dem Iran, Kosovo, Serbien, Mexiko, Polen, Syrien, Thailand, Togo, der Türkei und der Ukraine.

„Sie sind jetzt Bürger Deutschlands, mit allen Rechten und Pflichten. Sie können die Politik mitbestimmen, können ihren Beruf frei wählen und profitieren von einer großen Reisefreiheit. Doch Bürgerrechte gehen einher mit Bürgerpflichten“, betonte der Landrat.

Die Demokratie bietet Bürgern ein freies Leben. Diese seien aber auch gefordert, Mitverantwortung zu übernehmen – gerade vor Ort, in der eigenen Stadt oder Gemeinde, appellierte Scheffold an die neuen Staatsbürger. Denn eine Demokratie lebe davon, dass die Bevölkerung sich einbringe, man trotz unterschiedlicher Meinungen gemeinsam diskutiere und schließlich einen Konsens finde und auch unsere Werte lebe und schütze.

„Bei aller Unterschiedlichkeit machen unsere Werte den Kern unseres Zusammenlebens in Deutschland aus. Dazu gehören unter anderem Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit, Toleranz und Gleichberechtigung – beispielsweise von Frauen und Männern oder Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung“, so Scheffold.

Zum Hintergrund

Seit Oktober vergangenen Jahres wurden 258 Personen eingebürgert. Davon kamen 46 Personen aus Syrien, 32 aus der Türkei und 29 aus dem Irak. 20 Personen stammten aus Rumänien und 19 Personen aus der Ukraine. Darüber hinaus erhielten zwölf Personen aus dem Kosovo die deutsche Staatsangehörigkeit sowie zwölf zuvor staatenlose Personen.

Weitere Herkunftsländer waren unter anderem Polen, Iran, Griechenland, Italien, Thailand und Kroatien. Es handelt sich insgesamt um 102 Männer, 92 Frauen und 64 Kinder.

(Quelle: Landratsamt Alb-Donau-Kreis)