Seebühne Bregenz: Einblicke in die Großbaustelle und großer Kostümverkauf

Seebühne Bregenz: Einblicke in die Großbaustelle und großer Kostümverkauf
Die Seebühne in Bregenz wird aktuell von Baggern und Arbeitsschiffen dominiert. (Bild: Bregenzer Festspiele / Eva Cerv)

Vielen ist die Seebühne der Bregenzer Festspiele als ein Ort spektakulärer Opernkulissen bekannt. Aktuell bietet sich ein Kontrast-Bild: Bagger, Arbeitsschiffe und Krane.

Für Zaungäste gibt es eine Besucherplattform. Für Nostalgiefreunde werden obendrauf am 13. und 14. Oktober Kostüme und Requisiten von Madame Butterfly verkauft.

Am Tag nach der letzten See-Aufführung räumten Festspieltechniker die Hinterbühne: Von versteckten Lautsprechern im Bühnenbild bis zu Maskenspiegeln musste alles weg. Zeitgleich schütteten LKW mitten im See eine Baustraße aus Felsen und Steinen auf, um einen Zugang für die Abbruchgeräte zu schaffen.

45 Jahre alter Betonkern ist verschwunden

In nur wenigen Wochen verschwand nicht nur das 300 Tonnen schwere Madame-Butterfly-Bühnenbild, auch vom 45 Jahre alten Betonkern ist nichts mehr übrig. Der Betonkern war Basis für die jeweiligen Bühnenbilder und als Teil der Hinterbühne ein Ort für alles, was bei einem Spiel auf dem See benötigt wurde.

Aktuell ist Unterwasser nur noch die Betonplatte vorhanden, die sogenannte Sanierungsplatte. Auf dieser befand sich der alte Betonkern und auch der neue wird darauf die nächsten Wochen platziert. Voraussichtlich können die Arbeiter Ende des Jahres die neue Betonplatte gießen. Parallel dazu laufen die Vorbereitungen für das Spiel auf dem See 2024/25 „Der Freischütz“ mit ersten Pilotierungsarbeiten für das Bühnenbild und der Fertigung von Kulissenteilen. 

Baustellen-Geschehen über Webcam

Bisher war die Tribüne aus Sicherheitsgründen gesperrt, ab sofort ist eine Aussichtsplattform für alle Interessierten zugänglich (Aufgang F). Auf den Social-Media-Kanälen und auch über eine Webcam gibt es regelmäßig Einblick ins Baustellen-Geschehen in Bregenz. Mehr unter www.bregenzerfestspiele.com Infos: Die Bregenzer Festspiele 2024 finden von 17. Juli bis 18. August statt.

Wer will eine Geisha sein?

Um Platz im Fundus für die romantische Oper „Der Freischütz“ zu schaffen, laden die Bregenzer Festspiele am 13. und 14. Oktober, jeweils von 10 bis 16 Uhr, zum traditionellen Kostüm- und Requisitenverkauf in die Werkstattbühne des Bregenzer Festspielhauses ein.

Elegante Kleider und wallende Kostüme: Beim großen Kostüm- und Requisitenverkauf gibt es eine große Auswahl.
Elegante Kleider und wallende Kostüme: Beim großen Kostüm- und Requisitenverkauf gibt es eine große Auswahl. (Bild: Bregenzer Festspiele/Ralph Larmann)

Über 500 Geisha-, Rebellen-, aber auch historisch-japanische Kostüme sowie Schuhe aus verschiedenen Produktionen stehen zum Verkauf. Dazu kommen über 200 Kostümrequisiten wie Hüte, Helme aber auch große Teile Reststoffe. Zusätzlich wird auch technisches Equipment (Ton und Beleuchtung) vergangener Opernaufführungen angeboten.

Fans älterer Seebühnen-Produktionen können sich ebenfalls freuen, denn es werden auch noch grüne Kostüme von Nero, sowie Chor- und Solokostüme von Rigoletto verkauft. Das Angebot ist gültig, solange der Vorrat reicht.

(Quelle: Bregenzer Festspiele)