Kostenfreie Hilfe bei Gewalt Neue Traumaambulanz in Ulm unterstützt Kinder und Jugendliche nach Gewalterfahrungen

Neue Traumaambulanz in Ulm unterstützt Kinder und Jugendliche nach Gewalterfahrungen
Ein geschützter Raum für Gespräche: Die neue SER-Traumaambulanz in Ulm bietet Kindern und Jugendlichen nach Gewalterfahrungen schnelle psychotherapeutische Unterstützung. (Symbolbild: KI-generiert)
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Am Universitätsklinikum Ulm startet eine neue Traumaambulanz für junge Gewaltbetroffene. Das Angebot ermöglicht schnelle und kostenfreie psychotherapeutische Hilfe.

Gewalterfahrungen können bei Kindern und Jugendlichen tiefe Spuren hinterlassen. Neben körperlicher Gewalt zählen auch psychische Gewalt, sexueller Missbrauch, Vernachlässigung oder das Miterleben von Gewalt zu den belastenden Erlebnissen, die den Alltag und die Entwicklung nachhaltig beeinträchtigen können. Um Betroffenen frühzeitig Unterstützung anzubieten, hat die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie Ulm eine neue SER-Traumaambulanz eingerichtet.

Das neue Angebot ermöglicht Kindern und Jugendlichen nach Gewalterfahrungen eine schnelle, professionelle und kostenfreie psychotherapeutische Frühintervention. Grundlage dafür ist das soziale Entschädigungsrecht (SER), über das die Kosten der Behandlung vom zuständigen Versorgungsamt übernommen werden.

„Die SER-Traumaambulanz für Kinder und Jugendliche ist ein ganz neues Angebot, das gezielt auf die Bedürfnisse dieser besonderen Zielgruppe eingeht“, erklärt Prof. Dr. Miriam Rassenhofer, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Leitung der neuen Traumaambulanz. „Mit zeitnahen Terminen ermöglicht sie eine frühzeitige Intervention. Damit schaffen wir eine niedrigschwellige, dringend benötigte Hilfe für junge Menschen mit Gewalterfahrung.“

Die Ambulanz richtet sich insbesondere an Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre, die in den vergangenen zwölf Monaten Gewalterfahrungen gemacht haben. Zu den häufigen Folgen gehören belastende Erinnerungen, Albträume, Schlafstörungen, innere Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten, sozialer Rückzug sowie Schuld- und Schamgefühle. Auch Eltern und enge Angehörige können in die Behandlung einbezogen werden.

„Kinder, Jugendliche und ihre Familien kommen mit großer Belastung und Unsicherheit. Ich erlebe, wie dankbar sie sind, wenn sie so schnell wie möglich Unterstützung bekommen“, betont Hannah Reinicke, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin und Koordinatorin der neuen Traumaambulanz.

Ablauf der Behandlung

Nach der Kontaktaufnahme findet zunächst ein Erstgespräch statt. Anschließend folgen Diagnostik, Behandlungsempfehlungen und bei Bedarf psychotherapeutische Einzelgespräche. Betroffene können zunächst bis zu acht Sitzungen erhalten. Bei weiterem Bedarf sind insgesamt bis zu 18 Sitzungen à 50 Minuten möglich. Sollte darüber hinaus Unterstützung erforderlich sein, unterstützt die Ambulanz bei der Vermittlung in eine weiterführende ambulante Psychotherapie.

Die SER-Traumaambulanz ist Teil der Psychotherapieambulanz des Aus- und Weiterbildungszentrums für Verhaltenstherapie (AZVT/WZVT) an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Ulm. Die Behandlungskosten werden nach dem Sozialen Entschädigungsrecht (SGB XIV) vom zuständigen Versorgungsamt übernommen. Für den Alb-Donau-Kreis, den Kreis Göppingen und den Stadtkreis Ulm ist das Landratsamt Alb-Donau-Kreis zuständig.

Kontakt zur Traumaambulanz

Termine können unter der Telefonnummer 0731 500 62650 vereinbart werden.

Telefonzeiten:

  • Montag: 09:00 bis 16:00 Uhr
  • Dienstag: 08:30 bis 15:30 Uhr
  • Mittwoch: 09:00 bis 12:00 Uhr
  • Donnerstag: 11:00 bis 17:00 Uhr
  • Freitag: 08:30 bis 14:30 Uhr

Außerhalb der Telefonzeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet.

Psychotherapieambulanz des AZVT/WZVT
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Steinhövelstraße 1, 89075 Ulm

Erreichbar mit der ÖPNV-Linie 4, Haltestelle „Steinhövelstraße“.

E-Mail: [email protected]

(Quelle: Universitätsklinikum Ulm)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.