Immer wieder kommt es vor, dass Menschen Giftköder für Vierbeiner auslegen. Im Kreis Aichach-Friedberg musste am Wochenende ein Schäferhund eingeschläfert werden, nachdem das Tier einen Köder gefressen hatte. Jetzt entdeckte eine Zeugin am Donauufer ebenfalls Hundeköder.
Viele Hundehalter kennen diese Situation: Der Vierbeiner findet beim Gassigehen etwas Fressbares und schlingt es sofort hinunter. Was, wenn es etwas Giftiges war?
Stecknadeln in vermeintlichen Leckerlies
Hundehasser platzieren präparierte Köder überall dort, wo Hunde regelmäßig anzutreffen sind. Die mit Gift oder scharfkantigen Gegenständen versehenen Wurststückchen, Hackfleischbällchen oder Leckerlis werden in den meisten Fällen sehr gerne von den Vierbeinern angenommen – mit tragischen Folgen, heißt es auf der Seite von Tasso-Haustierzentralregister.
Wegen eines Giftköders nahe an einem Feldweg in Schiltberg (Kreis Aichach-Friedberg) musste ein Schäferhund eingeschläfert werden. Bei einem Spaziergang hatte der Hund wohl in einem unbeobachteten Moment den Köder aufgenommen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Wenig später zeigte das Tier Vergiftungserscheinungen und wurde am Sonntag eingeschläfert.
Die Polizei bittet Hundehalter um Vorsicht
Weitere verdächtige Köder konnten in der Nähe ausgemacht werden. Dabei handelte es sich um mit blauer Substanz durchsetze, golfballgroße Fleischbällchen. Die Polizei bittet Hundehalter im Umfeld von Schiltberg entsprechend sensibel zu sein.
Auch in Neu-Ulm, im Bereich des Donauufers entlang der Wiblinger Straße, wurden am Fasnetsonntag Hundeköder entdeckt. Eine Zeugin stellte mehrere dieser Hundeköder fest, welche entlang des Donauufers auf Rasenflächen ausgelegt waren.
Weitere präparierte Wurststücke gefunden
Am Donnerstag entdeckte erneut eine aufmerksame Hundebesitzerin im Bereich des Naturschutzgebietes Lichternsee rund 20 präparierte Stücke Wurst. Auch diese wurden rund 500 Meter entlang des Ufers platziert – eine Route, die unter Gassigehern durchaus beliebt ist.
Köder wurden untersucht
Bei den Ködern handelte es sich um Wurststückchen, welche mit Stecknadeln versehen waren. Die Köderstückchen wurden sichergestellt und werden laut Polizei auf Spuren untersucht. Bislang ergaben sich keine Hinweise darauf, dass diese Köder auch eventuell mit Gift versetzt wurden. Auch wurden bislang keine verletzten Tiere gemeldet.
Zeugen, die entlang des Donauufers entsprechende verdächtige Personen gesehen habe oder andere verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, werden gebeten sich bei der Polizeiinspektion Neu-Ulm unter Telefon 0731 8013-0 zu melden.
Bei Verdacht sofort zum Tierarzt gehen
TASSO: „Hegen Sie auch nur den kleinsten Verdacht, dass Ihr Liebling einen Giftköder aufgenommen haben könnte, müssen Sie schnell handeln und ihn zum Tierarzt bringen. Die meisten Giftköder verursachen schon binnen kürzester Zeit erste Vergiftungsanzeichen“.
(Quelle: Polizei Bayern/Tasso)