Sextorsion als Betrugsmasche Erpressung mit Nacktfotos: So wehren Sie sich

Erpressung mit Nacktfotos: So wehren Sie sich
Sextorsion: Erst ein Flirt, dann ein paar Nacktfotos – und zum Schluss folgt die Erpressung. (Bild: Pixabay)
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Redaktion

Eine neue, besonders perfide Art der Abzocke, bei der Frauen und Männer gleichermaßen betroffen sind, grassiert derzeit auch in Deutschland. Zunächst entwickelt sich im Netz ein netter Flirt, dann kommt die Aufforderung, sich vor der Webcam auszuziehen. In Würzburg ist ein Mann erneut Opfer einer sexuellen Erpressung geworden.

Bei Sextorsion bringen Betrüger ihre Opfer dazu, Nacktfotos von sich zu verschicken, sich vor der Webcam auszuziehen oder sexuelle Handlungen vor der Kamera an sich selbst vorzunehmen. Anschließend erpressen sie ihre gutgläubigen Chatpartner.

Täterin wollte immer mehr Geld

Wie die Polizei mitteilte, lerne der Mann aus Würzburg in der vergangenen Woche im Internet eine unbekannte Dame kennen, die ihn dazu brachte, Nacktbilder von sich über SnapChat an die vermeintlich interessierte Frau zu verschicken. Anschließend drohte sie, die Bilder an die gesamte Instagram-Freundesliste des Mannes weiterzuleiteten. Nachdem der Geschädigte zwischenzeitlich einen dreistelligen Geldbetrag überwiesen hatte, die Täterin aber wesentlich mehr Geld forderte, erstattete er Anzeige.

Die Kriminalpolizei Würzburg nahm die Ermittlungen gegen die unbekannte Frau auf und nimmt den aktuellen Fall zum Anlass, eindringlich vor der Masche zu warnen.

So schützen Sie sich vor „sexueller Erpressung“:

  • Nehmen Sie keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen an.
  • Prüfen Sie regelmäßig Ihre Account- und Privatsphäreeinstellungen.
  • Seien Sie zurückhaltend mit der Veröffentlichung persönlicher Daten wie Anschrift, Geburtsdatum oder Arbeitgeber.
  • Stimmen Sie nicht vorschnell einem Videochat zu.
  • Im Zweifel: kleben Sie die Chatkamera zunächst ab, um lediglich verbal zu kommunizieren und das Geschehen zu beobachten.
  • Stimmen Sie keinen Entblößungen oder intimen Handlungen in Videochats zu, wenn Sie die Person erst seit kurzem kennen.
  • Halten Sie Betriebs- sowie Virenschutzsysteme auf Ihren online-genutzten Endgeräten wie Smartphone, Laptop, Tablet oder Computer immer auf dem aktuellen Stand, um sich vor Schadsoftware, sogenannter Malware, zu schützen. Es gibt Malware, die Ihre Webcam problemlos aktiviert und Sie damit jederzeit filmen kann.

Falls Sie bereits erpresst werden:

  • Überweisen Sie kein Geld. Die Erpressung hört nach der Zahlung meist nicht auf.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Kontaktieren Sie den Betreiber der Seite und veranlassen Sie, dass das Bildmaterial gelöscht wird. Nicht angemessene Inhalte kann man dem Seitenbetreiber über eigens hierfür eingerichtete Buttons melden.
  • Brechen Sie den Kontakt zu der anonymen Person sofort ab, reagieren Sie nicht auf Nachrichten.
  • Sichern Sie die Chatverläufe und Nachrichten mittels Screenshot.

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