Ehrenamtliche über ihre Tätigkeit in der Betreuungsgruppe

Ehrenamtliche über ihre Tätigkeit in der Betreuungsgruppe
Sie kamen, sahen und blieben: Elisabeth Bodenmüller und Renate König. (Bilder: DRK)
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Redaktion

Ravensburg (pr/le) – Für ein niederschwelliges Angebot wie die Betreuungsgruppe vom DRK-Kreisverband Ravensburg braucht es nicht nur Fachkräfte, die die Gruppen leiten, sondern auch die Unterstützung durch Ehrenamtliche, die die Nachmittage mitgestalten. Zwei langjährige Helferinnen erzählen aus ihrem Alltag.

„Für uns Ehrenamtliche ist es eine Freude“

Mit viel Freude und Herzblut sind Renate König und Elisabeth Bodenmüller ehrenamtlich aktiv. Corona konnte ihrer Motivation keinen Abbruch tun. Sie wollen diesen Dienst selbst noch möglichst lange machen und wünschen sich, dass weitere Ehrenamtliche mitwirken, um das Angebot zu sichern.

Was hat Sie bewogen, bei der Betreuungsgruppe aktiv zu werden?

Renate König: Meine Mutter war selbst an Alzheimer erkrankt. Sie wohnte in der Nähe von Heidelberg, ich in Ravensburg. Daher konnte ich sie nicht sehr intensiv unterstützen, auch nicht, als sie dann 4,5 Jahre im Pflegeheim war. Nach ihrem Tod dachte ich mir: Aber jetzt. Wenn ich schon meine Mutter nicht unterstützen konnte, dann will ich anderen Senioren helfen. Eine Bekannte hat mir den Vorschlag gemacht, in der Betreuungsgruppe zu schnuppern. Jetzt bin ich seit 14 Jahren dabei.

Reingeschnuppert und geblieben

Elisabeth Bodenmüller: Ich bin 2015 nach Ravensburg gezogen. Ich wollte zu meinem anderen Ehrenamt in der Bücherei in Momos Welt in der Weststadt noch ein weiteres Ehrenamt. Beim Schnuppern hat es mir gleich gut gefallen. Es waren nette Ehrenamtliche dabei und die Stimmung war gut. So bin ich gleich geblieben. Das ist jetzt über fünf Jahre her.

Wie würden Sie andere für das Ehrenamt motivieren?

Elisabeth Bodenmüller: Ich würde ihnen das Gleiche sagen, wie ich mir selbst sage: Dass ich hier helfen kann, und dass es ungemein bereichernd ist, wenn man einen schönen Nachmittag verbracht hat. Es gibt einem viel zurück.

Renate König: Wer sich ein Ehrenamt vorstellen kann, hat hier eine sinnvolle Aufgabe und hilft für ein paar Stunden den pflegenden Angehörigen. Vor denen ziehe ich den Hut. Für uns Ehrenamtliche ist es gar nie eine Belastung, sondern eine Freude.

Was wünschen Sie sich für das Ehrenamt?

Renate König: Bei mir ist der Montagnachmittag fest eingeplant, außer bei Krankheit oder Urlaub. Ich will das Amt gerne noch viele Jahre machen.

Männer wären eine gute Unterstützung

Elisabeth Bodenmüller: Wir wünschen uns auch Verstärkung, um die Senioren gut zu betreuen. Gerne kann auch ein Mann dabei sein, da wir auch Rollstühle schieben, was körperlich anspruchsvoll sein kann.

(Quelle: DRK)