Die VfB-Volleyballer wollen im DVV-Pokal eine Runde weiterkommen

Die VfB-Volleyballer wollen im DVV-Pokal eine Runde weiterkommen
Möchte gerne auf den Einzug in die nächste Runde einschlagen: das VfB-Trainerteam um Mark Lebedew (rechts). (Bild: Günter Kram)
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Redaktion

Friedrichshafen (wb/tmy) – Die „Road to Mannheim“ führt den VfB Friedrichshafen am Mittwoch, 24. November, nach Düren (19 Uhr, live auf Twitch). Dort treffen die Häfler Volleyballer im Viertelfinale des DVV-Pokals auf die SWD Powervolleys.

Die Gastgeber hielten sich im ersten Aufeinandertreffen in der Bundesliga – laut VfB-Vereinsmitteilung – mit 3:1 schadlos. Trotzdem wittert VfB-Trainer Mark Lebedew seine Chance. Nicht zuletzt, weil er mit dem Pokal noch eine Rechnung offen hat.

Der DVV-Pokal ist – so der VfB weiter – der vermeintlich einfachste Weg, einen Titel in Deutschland zu gewinnen. Ab dem Achtelfinale reichen einem Bundesligisten drei Siege aus, um ins Finale am 6. März in der Mannheimer SAP-Arena einzuziehen.

Dass der Pokal aber auch seine Tücken haben kann, weiß VfB-Trainer Mark Lebedew nur zu gut. Trotz dreier Meistertitel mit den BR Volleys, hat der Australier den Pokal noch nie gewonnen.

Auch in Polen gelang ihm dieses Kunststück nicht. „Es ist etwas Besonderes und hat nicht umsonst so viel Tradition und Mythos“, betont Lebedew. „Es zählen weder Ligaform noch irgendetwas anderes.“

„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ könnte man wieder einmal sagen. Lebedew weiß aber auch, dass Düren gerade in bestechender Form ist. Tomas Kocian und Co. haben sich erst zwei Niederlagen in zehn Spielen erlaubt.

Zuletzt habe es zwei Siege gegen Haching-München und Herrsching gegeben. „Sie sind sehr gut eingespielt und haben eine Mannschaft, die schon lange zusammen ist“, weiß Lebedew. „Es wird sicher eine harte Nuss, die wir knacken müssen.“

Der VfB Friedrichshafen hat seine Generalprobe für den Pokal hingegen verpatzt. Obwohl sich der Rekordpokalsieger nach einem 0:2-Rückstand gegen die SVG Lüneburg noch in den Tiebreak kämpfte, ging das Spiel am Ende an die Gastgeber.

Schon direkt nach der Partie analysierte Lebedew „viele ausgelassene Chancen“ bei seiner Mannschaft. Und genau daran will der Australier gegen Düren arbeiten. „Wir müssen nicht viel ändern“, stellt er klar. „Wir müssen nur unsere Formkurve wieder nach oben bringen.“ Zu Beginn der Saison gelang Friedrichshafen das in der Liga zumindest für einen Satz.

„Als wir gut aufgeschlagen haben und die Annahme gut war, funktionierte auch unser Spiel“, erklärt Mark Lebedew. „Danach hat sich das Ganze gedreht und Düren hat sich den Sieg geholt“. 1:3 ging die Partie damals an die Powervolleys. Seither habe die Häfler Mannschaft aber an genau diesen Dingen gearbeitet.

Zeit dafür war in den vergangen beiden Tagen wenig. Nach der Rückreise aus Lüneburg blieben den Häflern zwei Trainingseinheiten in der eigenen Halle. Training in Düren sei nur am Mittwochmorgen möglich, da Arbeiten in der Arena Kreis Düren mehr nicht zugelassen haben.

„Wir hatten unser normales Programm, aber etwas früher als sonst, weil wir Dienstag noch reisen müssen“, gibt Lebedew Einblicke. „Wir haben die Zeit aber genutzt und nicht nur Karten gespielt.“ Ein Ass im Ärmel hat Lebedew vielleicht ja trotzdem.