Am Bodensee werden sechs Galileo-Satelliten gefertigt

Am Bodensee werden sechs Galileo-Satelliten gefertigt
Die Welt der Navigation befindet sich im Wandel: Bei „Airbus Defence and Space" wird für den Bau der sechs Satelliten das alte Integrationszentrum saniert und modernisiert. (Bild: Airbus2021)
WOCHENBLATT
Redaktion

Immenstaad (pr/le) – Airbus Defence and Space hat einen wichtigen Projektmeilenstein erreicht und steigt in die industrielle Fertigung von Satelliten ein. Die Vorbereitungen für sechs baugleiche Satelliten für das Galileo-Satellitensystem laufen.

Über 200 Raumfahrtingenieure beteiligt

Der ältere Teil des Satelliten-Integrationszentrum wird vollständig modernisiert, um aktuellen und zukünftigen Anforderungen an eine effiziente, umweltfreundliche und sichere Produktion der Galileo-Satelliten gerecht zu werden. Die zweite Generation von Galileo ist ein wichtiger Meilenstein für die europäischen Satellitennavigations-Dienste, von denen die europäischen Bürger und Milliarden von Nutzern auf der ganzen Welt profitieren werden und in die über 200 hochqualifizierte Raumfahrtingenieure von Airbus ihr Know-how einbringen.  Der Start der ersten Galileo-Satelliten der zweiten Generation ist für 2024 geplant.

Galileo-Dienste sicherer und zuverlässiger machen

Die Welt der Navigation ist im Wandel begriffen, angetrieben durch die sich rasch entwickelnden und verändernden Bedürfnisse der Nutzer (Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit), eine wachsende Zahl von Sicherheitsbedrohungen (Jamming und Spoofing) und die Entwicklung anderer Navigationssysteme. Die neue Serie der von Airbus gebauten Galileo-Satelliten ist die Antwort auf dieses sich wandelnde Umfeld. Sie wird die Galileo-Dienste genauer, sicherer und zuverlässiger machen und auch während ihrer zwei Jahrzehnte umfassenden Lebensdauer anpassungsfähig sein.

Mit einem Gewicht von rund 2,3 Tonnen ist jeder Satellit für eine Betriebsdauer von etwa 15 Jahren ausgelegt

Die hochmoderne, vollelektrische MEO-Plattform (Medium-Earth-Orbit) von Airbus greift auf flugerprobte Bausteine unserer Telekommunikations- und Erdbeobachtungsprogramme zurück und profitiert von einer einzigartigen Kombination aus Know-how und Erfahrung im Orbit. Die flexible und modulare Navigations-Nutzlastlösung mit zukünftigen Wachstumsfähigkeiten basiert auch auf Telekommunikations-Elementen für Strahlformung (beam forming) und Signalerzeugung.

Die zweite Generation von Galileo wird von der Europäischen Union verwaltet und finanziert

Die Europäische Kommission, die ESA und die EUSPA haben eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der die ESA im Auftrag der Kommission als Entwurfsbehörde und Hauptauftragnehmer für die Systementwicklung und die EUSPA als Verwalter für die Nutzung und den Betrieb von Galileo fungiert. Die in dieser Pressemitteilung geäußerten Ansichten spiegeln in keiner Weise die Meinung der Europäischen Union und/oder der ESA wider.

(Quelle: Airbus Defence an Space)