Zahl der Verletzten nach Bus-Unfall gestiegen

Zahl der Verletzten nach Bus-Unfall gestiegen
Der umgekippte Reisebus am Ortsausgang von Inzell. Bei dem Unfall sind Dutzende Menschen verletzt worden - elf davon schwer. (Bild: Kreisfeuerwehrverband Traunstein/dpa)
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Redaktion

Sie waren auf dem Weg in den Skiurlaub: Dutzende Menschen aus Nordrhein-Westfalen sind in Oberbayern bei einem Busunglück verletzt worden. Nun laufen die Untersuchungen, wie es zu dem Unfall kommen konnte.

Inzell (dpa) – Nach dem schweren Unfall eines Reisebusses in Oberbayern mit mehr als 50 Verletzten laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Der Bus aus Nordrhein-Westfalen sei von der Unglücksstelle nahe Inzell im Landkreis Traunstein geborgen und abtransportiert worden, sagte ein Polizeisprecher am Sonntagmorgen. Das Fahrzeug sei für weitere Untersuchungen sichergestellt worden.

Der Bus aus Münster war den Polizeiangaben zufolge mit insgesamt 61 Personen besetzt gewesen – darunter auch Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Sie waren auf dem Weg in den Skiurlaub ins österreichische Kaprun. Ursprüngliche erste Angaben von einem Ziel in den Chiemgauer Alpen korrigierte die Polizei. Das Fahrzeug war den Polizeiangaben nach am Samstagmorgen gegen 7.30 Uhr am Ortsausgang von Inzell von der Bundesstraße 306 abgekommen und umgekippt.

Die Polizei zählte nach weiteren Rückmeldungen aus Krankenhäusern am Sonntagvormittag insgesamt 52 Verletzte. Unter den Opfern seien nun 14 Schwerverletzte. Davon befinde sich eine Person in intensivmedizinischer Behandlung. Unverletzt seien 9 Menschen geblieben.

Die Angaben der verschiedenen Einsatzkräfte zu den Opfern hatten mehrfach geschwankt. Die Feuerwehr hatte zunächst elf Schwerverletzte gezählt, die Polizei 7. Getötet wurde niemand.

Der 58 Jahre alte Busfahrer sei leicht verletzt worden, sagte der Polizeisprecher. Das Busunternehmen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen habe für einige Reisende den Weg nach Hause organisiert und für andere die Weiterfahrt in das Skigebiet, zu dem sie unterwegs waren.

Die Bundesstraße nahe der Grenze zu Österreich war am Samstag an der Unglücksstelle für viele Stunden gesperrt. Mehrere Betroffene wurden mit Hubschraubern in Krankenhäuser in der Umgebung gebracht.

Die Polizei geht aufgrund der Spuren vor Ort und erster Befragungen bisher davon aus, dass der Bus ohne Fremdbeteiligung von der Straße abkam und nach rechts eine mehrere Meter hohe Böschung hinunterkippte. Dort blieb er auf der Seite liegen.