Ein Polizist aus Alsdorf bei Aachen kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, als er bei einer Verkehrskontrolle im Kofferraum eines Autos plötzlich in die Augen eines Ponys schaute.
Die Rückbank in einem pinken Auto war umgeklappt, darauf war ein Teppich ausgelegt und darauf stand ein weißes Pony. Das Tier wirkte tiefenentspannt und blickte den Gesetzeshüter neugierig an. Für den Hunger zwischendurch hatte das Pony sogar einen Eimer mit Proviant dabei, so die Polizei.
Autofahrerin wollte Verwarngeld nicht zahlen
Die Autofahrerin zeigte sich recht uneinsichtig, als der Polizist sie auf die Situation ansprach. Ihrer Meinung nach war das Pony doch mit einem Führstrick an einem Metallbügel im Auto angebunden und damit ausreichend gesichert. Die Weiterfahrt wurde ihr allerdings untersagt und das angebotene Verwarngeld von 35 EUR wollte sie vor Ort nicht bezahlen. Nun wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.
Thema Ladungssicherung
Crashtests des ADAC im Jahr 2024 haben gezeigt, dass ungesicherte oder falsch gesicherte Gegenstände bei einem Frontalaufprall beim 50 km/h das 50-fache ihres Eigengewichts entwickeln können.
Nimmt man an, dass das Pony 150 kg wiegt, die Autofahrerin mit 50 km/h fährt und es zum Crash kommt, dann würde das Pony plötzlich bis zu 7,5 Tonnen wiegen und ruckartig gegen den Fahrersitz geschleudert werden. Dieses Gewicht würde der Führstrick sehr wahrscheinlich nicht aushalten und so würde Lebensgefahr für das Pony, die Autofahrerin und andere Verkehrsteilnehmende entstehen. Denn auch wenn Ponys klein sind: Sie gehören nicht in den Kofferraum, sondern in einen Pferdetransporter, so die Polizei Aachen.
(Quelle: Polizei Aachen)