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Mann nach Hundebiss verletzt – PETA fordert Hundeführerschein in Baden-Württemberg

Lesezeit 2 Minuten
Seit Juli 2013 ist in Niedersachsen ein allgemeiner Hundeführerschein verpflichtend. Dort ereigneten sich nach drei Jahren nachweislich weniger Vorfälle.
Seit Juli 2013 ist in Niedersachsen ein allgemeiner Hundeführerschein verpflichtend. Dort ereigneten sich nach drei Jahren nachweislich weniger Vorfälle. (Bild: PETA)

Sindelfingen/Stuttgart – Verantwortungslose Hundehaltung? Einem Medienbericht zufolge griff am vergangenen Mittwochvormittag ein Hund in Sindelfingen einen Mann an.

Der 69-Jährige war selbst mit seinem angeleinten Vierbeiner auf dem Weg unterwegs, als ihnen eine noch unbekannte Halterin mit ihrem Hund entgegen kam. Plötzlich riss sich dieser von der Leine los und ging auf den Hund des Mannes los. Bei dem Versuch seinen Vierbeiner zu schützen, wurde auch der Halter angegriffen und erlitt mehrere Bissverletzungen an der Hand.

Angesichts des Beißvorfalls in Sindelfingen fordert die Tierrechtsorganisation PETA umgehend die Einführung eines Hundeführerscheins im Baden-Württemberg.

„Immer wieder kommt es zu Beißvorfällen, dabei ist die Ursache meist beim Halter zu suchen, nicht beim Tier“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Viele Hundehalter können das Verhalten, die Signale und die Körpersprache ihres Vierbeiners nicht richtig deuten und einschätzen. Dabei ist es auch egal, ob ‚Rasse‘ oder ‚Mix’ – jeder Hund, der falsch gehalten oder behandelt wird, kann zu einer Gefahr für Mensch und Tier werden.“

Der Hundeführerschein sieht vor, dass künftige Halter bereits vor Aufnahme eines Hundes einen Theoriekurs absolvieren, in dem sie das notwendige Fachwissen über eine tiergerechte Haltung und Aspekte wie Kommunikation und Bedürfnisse von Hunden erwerben. Anschließend folgt für Halter und Hund ein gemeinsames obligatorisches Praxisseminar in einer Hundeschule. Ein solcher Nachweis kann sicherstellen, dass Hundehalter sachkundig mit dem Tier umgehen und die Signale des Vierbeiners richtig deuten. Eine funktionierende Kommunikation zwischen Hund und Halter ist unerlässlich, um Beißvorfälle zu verhindern.

Als erstes deutsches Bundesland hat Niedersachsen einen Sachkundenachweis für Hundehalter beschlossen – seit Juli 2013 ist der allgemeine Hundeführerschein verpflichtend. Dort ereigneten sich nach drei Jahren nachweislich weniger Vorfälle. Wer in Berlin seit dem 1. Januar 2017 einen Hund neu aufgenommen hat, ist ebenfalls dazu aufgefordert, sich die notwendige Sachkunde anzueignen.

(Quelle: PETA)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
22.03.2021, 09:27 Uhr

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