Vier befreundete Männer wollten eine Bergtour in die Stubaier Alpen unternehmen, als sie vom Nebel überrascht wurden. Bei zwei Gruppenmitgliedern ging in 3.000 m Höhe nichts mehr und sie setzten einen Notruf ab.
Die Gruppe startete am 4. August morgens gegen 8 Uhr von der Amberger Hütte (2.135m). Sie beabsichtigten, über den „Hinteren Daunkopf“ (3.225m) aufzusteigen und anschließend auf ihr Ziel, die „Dresdner Hütte“ (2.308m), abzusteigen, so die Polizei. Gegen 13.50 Uhr setzte die Wandergruppe einen Notruf ab.
Zwei Wanderer in Sommerkleidung sitzen im Nebel fest
Ein 34-jähriger Brasilianer und ein 27-jähriger Israeli konnten nicht mehr selbständig auf- oder absteigen. Beide waren unzureichend mit Turn- bzw Halbschuhen bekleidet, einer sogar nur mit einer kurzen Hose. Da sich die Gruppe im Nebel in 3.000 m Höhe befand, konnte sie nicht von einem Hubschrauber geborgen werden. Die zwei weiteren Gruppenmitglieder entschieden sich, selbständig auf die Amberger Hütte abzusteigen.
Bergretter steigen gemeinsam mit Hilfesuchenden ab
Der Polizeihubschrauber flog Bergretter unter die Nebelgrenze zur Bergstation der „Daunjochbahn“ (3.000m). Von dort aus machten sie sich auf den Weg zu den zwei festsitzenden Personen. Die beiden waren unverletzt, aber aufgrund ihrer sommerlichen Bekleidung bereits leicht unterkühlt. Sie wurden versorgt und stiegen dann mit Hilfe der Bergretter auf eine Höhe von ca. 2.700 Meter ab.
Gegen 18 Uhr konnte einer Bergung mit einem Hubschrauber stattfinden. Die zwei Personen wurden ins Tal geflogen und von einem Notarzt untersucht. Die Männer entschieden sich danach, wieder selbständig auf die Amberger Hütte aufzusteigen.
(Quelle: LPF Tirol)