Zum Inhalt springen
Werbemöglichkeiten
Stellenmarkt

Politik trauert um Minister Hubert Aiwanger ist tot: Freie-Wähler-Chef stirbt mit 55

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist mit 55 Jahren gestorben. Er wurde in einem Berliner Hotel tot aufgefunden, die Ermittlungen zur Todesursache laufen.

Lesezeit 2 Minuten
Schwarz-Weiß-Porträt von Hubert Aiwanger im dunklen Anzug mit Krawatte vor weißem Hintergrund.
Der bayerische Wirtschaftsminister und Vorsitzende der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, ist im Alter von 55 Jahren gestorben. (Bild: FREIE WÄHLER Bayern)

Eigentlich sollte Hubert Aiwanger am Mittwoch, 4. November, bei der Eröffnung eines Hauptstadtbüros der Freien Wähler in Berlin eine Rede halten. Der Bundes- und Landesvorsitzende der Partei hatte seine Teilnahme jedoch aus gesundheitlichen Gründen abgesagt und sich vertreten lassen. Später war der 55-Jährige nicht mehr erreichbar. Am frühen Abend wurde er leblos in seinem Hotelzimmer im Bezirk Mitte entdeckt.

Ermittlungen zur Todesursache eingeleitet

Die Berliner Polizei und die Staatsanwaltschaft haben ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Nach Angaben der Behörden soll damit geklärt werden, woran Aiwanger gestorben ist und wie es zu seinem Tod kam. Zudem soll ein mögliches Fremdverschulden ausgeschlossen werden.

Weitere Angaben zu den Umständen seines Todes machten die Ermittlungsbehörden zunächst nicht. Die Untersuchungen dauern an.

Seit 2018 stellvertretender Ministerpräsident

Hubert Aiwanger gehörte zu den prägenden Persönlichkeiten der Freien Wähler. Seit 2006 führte er den bayerischen Landesverband, 2010 übernahm er auch den Bundesvorsitz der Partei.

Bei der Landtagswahl 2008 zogen die Freien Wähler erstmals in den Bayerischen Landtag ein. Aiwanger übernahm anschließend den Vorsitz der Landtagsfraktion.

Nach der Landtagswahl 2018 bildeten CSU und Freie Wähler eine Regierungskoalition. Aiwanger wurde bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie stellvertretender Ministerpräsident unter Markus Söder (CSU). Beide Ämter bekleidete er bis zu seinem Tod.

Große Bestürzung in der bayerischen Politik

Der plötzliche Tod des Politikers löste zahlreiche Reaktionen aus. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder zeigte sich zutiefst geschockt und bezeichnete Aiwangers Tod als Tragödie.

Auch im bayerischen Wirtschaftsministerium herrscht Trauer. Wirtschaftsstaatssekretär Tobias Gotthardt erklärte, die Nachricht vom Tod seines langjährigen Weggefährten treffe ihn zutiefst. Gotthardt befand sich zum Zeitpunkt der Nachricht auf einer Delegationsreise in Singapur und kündigte seine umgehende Rückkehr nach Bayern an.

Die Amtschefin des Wirtschaftsministeriums, Sabine Jarothe, sprach von einem Schock für das gesamte Haus. Ihr Mitgefühl gelte Aiwangers Lebensgefährtin, seinen Kindern und seiner Familie.

Die Amtsgeschäfte im Wirtschaftsministerium soll vorerst Staatssekretär Tobias Gotthardt übernehmen.

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
05.11.2026, 08:32 Uhr

Mehr zum Thema und aus Überregional