Entschuldigen, aber richtig Geburtstag vergessen? Ein Satz ist dann völlig daneben

Hat die Vergesslichkeit-Falle zugeschlagen, hilft nur eins: Nachträglich gratulieren, zum Beispiel mit einem Blumenstrauß als Wiedergutmachung.
Hat die Vergesslichkeit-Falle zugeschlagen, hilft nur eins: Nachträglich gratulieren, zum Beispiel mit einem Blumenstrauß als Wiedergutmachung. (Bild: Christin Klose/dpa-tmn/dpa)

Deutsche Presse-Agentur
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Nachträglich gratulieren ist besser als gar nicht. Dabei sollte man sich genau überlegen, wie man seine Schusseligkeit entschuldigt. Denn es gibt Gründe, die verletzen, warnt eine Etikette-Trainerin.

Fast jedem ist das schon mal passiert: Die ganze Zeit hat man daran gedacht, doch ist der Geburtstag einer lieben Person dann da, hat man es verschwitzt, zu gratulieren – wie peinlich! Doch was tun?  

Klar ist: «Jetzt ist eine rasche, aufrichtige Bitte um Entschuldigung angebracht und besonders herzliche nachträgliche Glückwünsche», sagt die Hamburger Etikette-Trainerin Imme Vogelsang. Doch die Beraterin rät, dass dabei keinesfalls Sätze fallen sollten wie: «Ich hatte so viel anderes um die Ohren» oder «Diese Hektik in den letzten Tagen!». Denn das sei verletzend und wenig wertschätzend. 

Wiedergutmachung mit Besuch, Blumen per Kurier oder Einladung ins Café

Was jetzt gefragt sei, «ist alles, was uns zur Wiedergutmachung einfällt und machbar scheint», so Vogelsang. Sie hält alles für passend, was in folgende Richtung geht: vom persönlichen Besuch mit einem kleinen Geschenk, einer Einladung ins Café, einem Blumenstrauß per Kurier bis hin zu einem besonders intensiven Telefongespräch. 

Eine Garantie auf Verzeihung gäbe es allerdings nicht. Manchmal könne ein Lieblingsmensch ernsthaft verletzt sein, weil sein Geburtstag vergessen wurde. Er denkt dann vielleicht «Ich bin ihr gleichgültig», «Er ist ein Egoist» oder «Das macht er/sie absichtlich». Falls die Person alle guten, ernsthaften und kreativen Wünsche nachträglich nicht akzeptiert, könnte auch ein nicht ausgetragener Konflikt dahinterstecken. Für Vogelsang sei dann ein klärendes Gespräch immer besser als beleidigt zu sein.

Damit die Vergesslichkeit-Falle nicht erneut zuschlägt, rät die Etikette-Trainerin zu technischer Unterstützung durch die Erinnerungsfunktionen im Handy oder Computer – oder notfalls auch den guten alten Geburtstagskalender. «Nur die Termine eintragen und hineinschauen müssen wir immer noch selbst», so Vogelsang. Ihr Tipp: Am entsprechenden Tag alle drei Stunden den Wecker, bis man wirklich per Telefon oder WhatsApp gratuliert hat.