Final-Party: Alexander Köberlein mit Band und Gästen rockten die Schleyer-Halle

Alexander Köberlein war mit seiner Band und Gästen eine der Überraschungen bei der SWR1Hipparien-Final-Party.
Alexander Köberlein war mit seiner Band und Gästen eine der Überraschungen bei der SWR1Hipparien-Final-Party. (Bild: Thomas Decker)

Bei der Hitparaden-Party in der mit über 12000 Gästen ausverkauften Stuttgarter Schleyer-Halle gab es am vergangenen Freitag, 27. Oktober, gegen 21.30 Uhr eine riesige Überraschung. Alexander Köberlein mit Band traten live vor den begeisterten Fans auf. Mit vier fulminanten Songs heizten sie dem Publikum ein.

Obwohl eine von den Zuschauern geforderte Zugabe verwehrt wurde, hatte Köberlein mit Band Grund zur Freude, denn in der Hitparade landete der Schwoißfuaß-Kracher „Oinr isch emmr dr Arsch“ auf einem herausragenden Platz 20 (Vorjahr 22). Noch gewaltiger voran ging es bei Grachmusikoff. Mit ihrem legendären „Drägglacha Blues“ konnten sich mit Platz 328 um sage und schreibe 106 Plätze steigern.

Ein Auftritt der Extra-Klasse

Den SWR1 Hitparaden-Machern ist bei der Final-Party eine echte Überraschung gelungen. Nach 27 Jahren gab es wieder einen gemeinsamen Auftritt von Köberlein (Schwoißfuaß und Grachmusikoff) mit seinen ehemaligen Schwoißfuaß-Gründungsmitgliedern Didi Holzner (Gitarre) und Riedel Diegel (Mundharmonika). Zusammen mit der Band Franz Mayer Experience ließen es die Schwoißfüaßler mit dem Kult-Hit „Oinr isch emmr dr Arsch“ ordentlich krachen. Gesangliche Unterstützung erhielten sie dabei von Stefan Reisacher (Pommfritz, Ochsenhausen) und Peter Hardt (Flippmanns, Filderstadt).

Den zweiten Titel „Drägglacha Blues“, widmete er seinem „kleinen Zwillingsbruder“ Georg. Wer glaubte, dass dies das Ende der Fahnenstange war, sah sich getäuscht. Köberlein legte mit seiner neuen Band Franz Mayer Experience locker noch einen drauf. Im dritten Lied zeigten die Musiker, dass ihre Behauptung, dass viele Welthits geklaut wurden, wohl gar nicht so falsch ist. Die schwäbische Interpretation von Billy Idols „Rebell Yell“ war mitreißend und eine absolute Spitzenleistung von Band und auch Köberlein, der sein sängerisches Vermögen einmal mehr unter Beweis stellte.

Schon die Anmoderation von Köberlein vor dem letzten Lied ließ die Besucher der Schleyer-Halle ahnen, was kommen würde. Wortgewaltig und mit Witz gepaart führte Köberlein das Publikum auf den Weg zum Welthit „Locomotive breath“ von Jethro Tull, wobei deren Frontmann Ian Anderson sein Fett wegen des „geklauten“ Liedes abbekam.

Die Stuttarter Schleyer-Halle war bei der Party ausverkauf.
Die Stuttarter Schleyer-Halle war bei der Party ausverkauf. (Bild: Thomas Decker)

Die Band um Köberlein spielten den Hit in einer authentischen Art und Weise, die sprachlos machte. Mit der Querflöte und seinem Gesang brillierte der Ex-Schwoißfüaßler Köberlein. Der Song-Text war das absolute Sahnehäubchen auf einen fulminanten Auftritt. Schade nur, dass die von den Gästen lautstark geforderte Zugabe vom Moderator regelrecht abgewürgt wurde.

Show im Video-Stream

Die Show von Köberlein mit Band und Gästen gibt es als Video unter https://franzmayerexperience.de/

Köberlein zu seinem Auftritt

Köberlein erzählte dem Wochenblatt, dass er selbst überrascht war, dass er bei der Abschluss-Party als Überraschungsgast auftreten sollte: „Natürlich sollte der ‚Arsch‘ gespielt werden. Dazu wollte ich unbedingt mit Musikern meiner eigenen Wahl auf der Bühne stehen.“ Auf Drängen von Riedel Diegel gelang es Köberlein sogar Didi Holzner zu einem Comeback als Gitarrist für den Auftritt zu gewinnen.

„Didi hat nach unserer letzten Schwoißfuaß-Tournee 1997 seine Gitarre auf die Seite gelegt und nur noch Tasteninstrumente gespielt,“ plaudert Köberlein aus dem Nähkästchen. Eine nicht erwartete Überraschung erlebte er beim Soundcheck, er durfte mit seinem Fahrzeug bis vor die Bühne der Schleyer-Halle fahren. Im Trubel des Backstage-Bereiches hatte er später Mühe, seine Truppe beieinander zu halten. Beim Auftritt empfand der die Stimmung als Wohnzimmer-Atmosphäre.

Bohemian Rhapsody gewinnt erneut die SWR1 Hitparade

Keine Verschiebungen gab es bei den Erstplatzierten. Erneuter Sieger war Queen mit „Bohemian Rhapsody“. Auf Platz zwei folgte Led Zeppelin mit „Stairway to heaven“, Platz drei ging wieder an Deep Purple mit „Child in time“. In 5 Tagen wurden die von den Zuhörern meistgewählten 1062 Titel bei SWR1 gespielt und erneut gelang es Schwoißfuaß absolute Größen der Pop-Geschichte, wie AC/DC, Guns N‘Roses, The Beatles und die Stones hinter sich zu lassen.

Nach der Hitparade ist vor der Hitparade. Auf die nächste Ausgabe im Oktober 2024 freuen sich die vielen Fans schon heute.