Entspannter durch die Menopause: Effektiv Beschwerden lindern

Die Menopause, auch als Wechseljahre bekannt, markiert einen wichtigen Lebensabschnitt für Frauen // Symbolbild.
Die Menopause, auch als Wechseljahre bekannt, markiert einen wichtigen Lebensabschnitt für Frauen // Symbolbild. (Bild: Maria Levkina/ iStock / Getty Images Plus)

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Die Menopause ist ein bedeutender Umbruch für Frauen und geht mit vielen körperlichen Veränderungen einher. Diese verursachen oftmals eine Reihe von unangenehmen Beschwerden. Wie können diese gelindert werden? Und muss es unbedingt eine Hormontherapie sein? Eine Übersicht.

Was ist die Menopause überhaupt?

Die Menopause, auch als Wechseljahre bekannt, markiert einen wichtigen Lebensabschnitt für Frauen. Diese natürliche Phase beginnt zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr, wobei die durchschnittliche Altersspanne bei etwa 51 Jahren liegt. Die Menopause ist das Ergebnis eines allmählichen Rückgangs der Hormonproduktion, insbesondere von Östrogen und Progesteron.

Medizinisch werden die Wechseljahre in vier Phasen unterteilt: die Prämenopause, die Perimenopause, die Menopause und die Postmenopause. In der Prämenopause bemerken Frauen erste Veränderungen in ihren Menstruationszyklen, die in der Perimenopause zu stärkeren Beschwerden führt. Anschließend folgt die eigentliche Menopause, während der der Körper weitere Veränderungen durchmacht und mit den Folgen der Hormonänderung zu kämpfen hat. In der Postmenopause reguliert sich schließlich der veränderte Hormonhaushalt und eventuelle Beschwerden nehmen kontinuierlich ab.

Von Hitzewallungen zu Gelenkschmerzen: Die Vielfalt der Symptome

Die körperlichen Veränderungen während der Wechseljahre verursachen einige unangenehme Beschwerden, die zumeist auf den Rückgang des Hormons Östrogen zurückzuführen sind. Zu den häufigsten zählen Hitzewallungen und damit einhergehende Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Verstimmungen, vaginale Trockenheit, Gewichtszunahme, Blasenschwäche und Gelenkschmerzen.

Viele Frauen berichten, dass insbesondere die Schlafstörungen und Gelenkschmerzen die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen können. Letztere entstehen, weil der Östrogenmangel die Produktion der Gelenkflüssigkeit herunterfährt, was oftmals zu Entzündungen in den Gelenkräumen führt.

Ist eine Hormonersatztherapie eine gute Idee?

Die wohl bekannteste Vorgehensweise bei starken Beschwerden während der Wechseljahre ist die Hormonersatztherapie (HRT). Hierbei wird Östrogen und manches Mal auch Progesteron verschrieben, um den Hormonspiegel auszugleichen. Dadurch kann die Intensität von Schmerzen, Hitzewallungen oder Schlafproblemen gemindert werden.

Ein Manko gibt es allerdings: HRT ist nicht für alle Frauen geeignet und kann mit einigen Risiken und Nebenwirkungen verbunden sein. Im schlimmsten Fall können sich infolge der vermehrten Hormone Karzinome bilden, insbesondere im Brustbereich. Eine intensive Begleitung durch den Arzt ist während der Therapie unumgänglich.

Es geht auch natürlich: Alternative Symptombekämpfung

Viele Frauen bevorzugen natürliche Ansätze zur Linderung der Beschwerden. Durch ausreichende Mikronährstoffe, Vitamine, Spurenelemente und einer allgemein gesunden Ernährung ist der Körper ausgeglichener. Nahrungsergänzungsmittel sind hilfreiche Zusätze zur Mahlzeit.

Insbesondere Omega-3-Fettsäuren und Vitamin D entzündungshemmend, was beispielsweise bei Gelenkschmerzen hilft. Selen und Zink unterstützen die Schilddrüsenfunktion, während Magnesium krampflösend und damit schmerzlindernd ist.

Die Rolle des Lebensstils

Ein gesunder Lebensstil stärkt und macht weniger anfällig. Regelmäßige körperliche Aktivität regt an und macht abends müde, was gut bei Einschlafproblemen ist. Zusätzlich tragen Stressbewältigungstechniken wie Yoga oder Meditation dazu bei, entspannter zu sein. Manchen Frauen setzt das Alter und die sich ändernde Rolle als Frau zu – eine ruhige Auseinandersetzung mit dem Thema führt zu mehr Frieden im Alltag.

Zu guter Letzt gibt es noch die schädlichen Faktoren, die sich negativ auf die Beschwerden auswirken. Dazu gehören Tabak oder ein übermäßiger Alkoholkonsum. Beides sollte deshalb nur in Maßen oder gar nicht zu sich genommen werden. Auch Stress, Übergewicht oder manche Medikamente nehmen Einfluss auf die Symptome. Hier ist ein Gespräch mit dem Hausarzt hilfreich.