Seit April 2024 ist die Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland aktiv. Damit haben Verbraucher die Möglichkeit, bis zu drei Cannabispflanzen zu Hause anzubauen. Im Baumarkt gibt es allerdings weder fertige Pflanzen noch Samen. Letztere werden über seriöse Onlinehändler verkauft. Die Auswahl an Samen ist groß, die Zusatzbezeichnungen lassen manchen „Grower“ mit Fragezeichen im Kopf zurück. Wir klären auf, welche Unterschiede es bei Cannabis Samen zu beachten gibt.
Autoflowering Samen sind für Einsteiger gut geeignet
Wer anbauen möchte, kann online Hanfsamen kaufen und dann legal bis zu drei Pflanzen anbauen. Beim klassischen Samen ist ein komplexes Beleuchtungskonzept erforderlich, da das Licht einen Einfluss auf den Eintritt der Blüte hat. Autoflowering Hanfsamen machen es dem Anbauer leichter, da sie automatisch in die Blüte übertreten, unabhängig von der Lichtquelle und von der Intensität des Lichtes. Die Dauer bis zur Blüte liegt in der Regel bei 8 bis 10 Wochen, das ist abhängig von der Sorte.
Feminisierte Samen reduzieren den Arbeitsaufwand
Während die Partydroge Lachgas verboten werden soll, wurde Cannabis nun endlich auch in Deutschland legalisiert. Der Anbau in den eigenen vier Wänden ist möglich, setzt aber ein paar Grunderfahrungen voraus. Wer noch neu auf dem Gebiet ist, kann sich besonders komfortable Samen kaufen und damit die Arbeitsschritte reduzieren.
Produzent von konsumierbarem Cannabis sind ausschließlich weibliche Hanfsamen. Männliche Exemplare produzieren Samen, aber keine THC-haltigen Blüten. Im Handel gibt es bereits feminisierte Samen zu kaufen, die den Anbau für Hobbygärtner erleichtern. Der Schritt des Aussortierens kann hierbei übersprungen werden. Mit einer Wahrscheinlichkeit von nahezu 100 % sind die Pflanzen weiblich, sodass keine Fehlinvestitionen passieren.
Schnell blühende Samen beschleunigen die Ernte
Mehr als 40 % der Deutschen nehmen die Legalisierung zum Anlass, Cannabis zu kaufen oder anzubauen. Um die Ernte zu beschleunigen, setzen viele Grower auf schnell blühende Samen. Diese sind darauf ausgelegt, früher in die Blütezeit zu kommen als klassische Exemplare. Die Ernte ist vergleichsweise üppig, immer mehr Pflanzen werden heute als schnelle Blüher gezüchtet.
Indica oder Sativa – Sortenentscheidung beim Samenkauf
Bei der Legalisierung von Cannabis hat die Bundesregierung festgelegt, dass drei Pflanzen pro Haushalt oder wahlweise 50 Gramm Eigenbesitz ausreichend sind. Bei Personen über 21 Jahren gibt es keine Vorschriften bezüglich des THC-Gehalts. Dennoch stehen Anbauer vor der Frage, welche Sorte zu ihnen passt. Es ist nicht nur eine Sache des Geschmacks, sondern auch der Wirkung.
Grob wird zwischen Sativa und Indica unterschieden, Ruderalis ist zwar ebenfalls vorhanden, dient aber primär der Stabilisierung der Pflanze. Bei der Pflanzenpflege passieren häufig Fehler und der Ruderalis-Anteil sorgt dafür, diese etwas weniger „krumm“ zu nehmen.
Indica-Cannabis wirkt eher dämpfend, beruhigend und entspannend. Es wird auch als „Feierabend-Cannabis“ bezeichnet. Um diese Blüten zu züchten, braucht es Indica-Samen. Sativa wirkt hingegen belebend, euphorisieren und erheiternd. Diese Blüten entstehen aus Sativa-Samen. Sehr häufig gibt es auf dem Markt Hybriden zu finden. Sie haben sowohl Indica- als auch Sativa-Anteile und wirken daher in beide Richtungen. Vor dem Kauf der Samen macht es Sinn, die Sorten und ihre individuelle Wirkung zu vergleichen.