Zum Inhalt springen
Werbemöglichkeiten
Stellenmarkt

TTF nach Tischtennis-Krimi im Viertelfinale

Lesezeit 4 Minuten
Hugo Calderano in Aktion.
Hugo Calderano in Aktion. (Bild: Nicolai Schaal)

Die TTF Liebherr Ochsenhausen stehen im Viertelfinale des deutschen Tischtennis-Pokals. In einem echten Nervenkrimi vor rund 220 Zuschauern in der Dr. Hans-Liebherr-Sporthalle besiegten sie die Gäste vom TTC Schwalbe Bergneustadt mit 3:2. Matchwinner war Rückkehrer Hugo Calderano mit zwei Einzelerfolgen.

Positive Neuigkeiten auf Seiten der TTF gab es bereits vor dem Spiel. Cheftrainer Bogdan Pugna hatte erstmals in dieser Saison alle Mann an Bord und konnte aus dem vollen schöpfen. Und so schickte er mit Hugo Calderano, Simon Gauzy und Shunsuke Togami seine drei besten Spieler an den Tisch. Auf der Gegenseite hatte Bergneustadt mit einer Krankheitswelle zu kämpfen, wodurch sie neben den gesetzten Spielern Kanak Jha und Adrien Rassenfosse, ihren eigentlichen Trainer Frederik Duda als Spieler aufbieten mussten.

Das Spiel ging aus Sicht der TTF gut los. Wie zu erwarten, bezwang Hugo Calderano eben genannten F. Duda im Auftaktmatch deutlich mit 3:0 und brachte seine Mannschaft in Führung. Doch die Gäste gaben sich an diesem Pokalabend nicht frühzeitig geschlagen und konnten ihrerseits zunächst ausgleichen, Simon Gauzy unterlag Kanak Jha im Entscheidungssatz, und gingen dann nach der Pause sogar in Führung. Shunsuke Togami fand gegen einen stark aufspielenden Adrien Rassenfosse nie richtig zu seinem Spiel und verlor etwas überraschend mit 1:3.

Mit dem Rücken zur Wand und einer gehörigen Portion Druck, lag es nun erneut an Hugo Calderano seine Farben im Spitzenspiel gegen Kanak Jha im Rennen zu halten, andernfalls hätte dies das frühe Ausscheiden aus dem Pokalwettbewerb bedeutet. Und der Weltrangliste dritte hielt dem Druck stand. Er bezwang den Ex-Ochsenhauser Jha in vier Sätzen und so musste das Schlussdoppel über das Weiterkommen entscheiden.

Hier ließen Simon Gauzy und Shunsuke Togami nichts anbrennen und hatten gegen ein fairerweise ersatzgeschwächtes Doppel der Gäste mit Rassenfosse und F. Duda beim 3:0 keine Probleme.

Die Erleichterung nach dem verwandelten Matchball war bei den TTF groß, nachdem das Spiel zwischenzeitlich schon auf der Kippe stand. Aber am Ende zählt nur der Einzug ins Viertelfinale.

„Es war heute kein einfaches Spiel. Wir haben alle sehr gut gespielt, und ich bin sehr glücklich, dass wir gewonnen haben“, so Matchwinner Hugo Calderano.

Die Auslosung der Viertelfinals und damit verbunden auch die mögliche Setzung für das Liebherr-Final-Four findet am kommenden Dienstag, im Rahmen der Ligasitzung statt.

Die einzelnen Spiele im Überblick

Hugo Calderano – Frederik Duda  3:0 (11:3, 11:5, 11:1)
Simon Gauzy – Kanak Jha  2:3 (9:11, 11:7, 10:12, 11:9, 8:11)
Shunsuke Togami – Adrien Rassenfosse  1:3 (11:13: 11:6: 8:11, 8:11)
Hugo Calderano – Kanak Jha  3:1 (7:11, 11:6, 11:5, 11:4)
Gauzy/ Togami – Rassenfosse/Duda  3:0 (11:3, 11:5, 11:2)

Keine Zeit zum durchatmen

Vor dem Spiel ist nach Spiel und dieses Motto gilt für die TTF Liebherr Ochsenhausen in diesen Tagen mehr denn je. Nur zwei Tage nach dem Pokal-Erfolg, geht für die Oberschwaben der Alltag in der Tischtennis-Bundesliga weiter. Auswärts geht es am Freitag um 19Uhr beim Aufsteiger von Borussia Dortmund um wichtige zwei Punkte.

Erneut mit allen Mann wird der TTF-Tross die Reise nach Nordrhein-Westfalen antreten, um den ersten Erfolg in der Liga einzufahren. Der verkorkste Saisonstart mit zwei Niederlagen aus zwei Spielen soll vergessen gemacht werden und in der Tabelle soll geklettert werden. Als Tabellen-Zehnter wird man mit diesem Team dennoch als Favorit in der Brügmann-Sporthalle auflaufen, aber es gilt die Gastgeber nicht zu unterschätzen. Sie haben sich in der Sommerpause enorm gut und auch namenhaft verstärkt. Mit Anders Lind, Yongyin Li und Cedric Nuytinck kamen drei starke Spieler hinzu, was auch zeigt, dass das Projekt Bundesliga für den BVB keine Eintagsfliege sein soll.

In der laufenden Saison stehen sie nach drei Spieltag in der Liga bei einem Sieg und zwei Niederlagen und somit auf dem sechsten Tabellenplatz. Zu was sie in der Lage sind, wurde ebenfalls im gestrigen Pokalspiel deutlich, als sie den amtierenden Champions-League Sieger vom 1.FC Saarbrücken am Rande einer Niederlage hatten.

Das Spiel auf der kostenpflichtigen Streaming Plattform von Dyn Sports übertragen.

Auch zum nächsten Heimspiel in der Tischtennis-Bundesliga ist es für die TTF nicht mehr lange. Bereits am kommenden Montag, den 23. September empfangen die TTF zum Nachholspiel den TTC Zugbrücke Grenzau in der Dr. Hans-Liebherr-Sporthalle.

Tickets für das Spiel sind noch auf der Homepage der TTF unter https://ttfo.de/tickets/ oder an der Abendkasse in der Dr. Hans-Liebherr-Sporthalle (Riedstraße 42, 88416 Ochsenhausen) erhältlich.

(Vereinsmitteilung: TTF Liebherr Ochsenhausen)

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
19.09.2024, 09:13 Uhr

Mehr zum Thema und aus Sport