Auf die TuS-Handballerinnen wartet ein echter Prüfstein

Symbolbild: Spielball Ball im Tornetz
Symbolbild: Spielball Ball im Tornetz (Bild: picture alliance / Sportfoto Zink / Wolfgang Zink | Sportfoto Zink / Wolfgang Zink)

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Steißlingen (wb / tmy) – Durchatmen ist fast nicht möglich, denn es geht Schlag auf Schlag für die Damen I des TuS Steißlingen in der 3. Liga (Staffel F). Nachdem man im Derby gegen den SV Allensbach den Kürzeren zog, geht es am Sonntag zum bis dato zu Hause ungeschlagenen TSV Wolfschlugen (24. Oktober, 17 Uhr, Sporthalle Wolfschlugen).

Die letzten Duelle der beiden Teams liegen – laut Steißlinger Vereinsmitteilung – hierbei schon etwas zurück. In der Saison 2018 / 2019 duellierte sich der TuS mit den „Hexabanner“ noch in der Oberliga, wobei am Ende sowohl Steißlingen als auch Wolfschlugen jeweils ihre Heimspiele für sich entschieden.

Nachdem Wolfschlugen in jener Spielzeit aufstieg, gehören sie seitdem der dritten Liga an und starteten auch in dieser Spielzeit 2021 / 2022 wieder vielversprechend. So liegt das Team von Trainer Marco Melo derzeit auf dem vierten Tabellenplatz mit 6:2-Punkten und hat somit Kontakt zur Spitzengruppe.

Besonders hervorzuheben ist – so der TuS weiter – der 23:22-Sieg gegen den SV Allensbach in eigener Halle, zudem verlor man nur mit einem Tor gegen den Spitzenreiter aus Haunstetten. Dementsprechend zählt Wolfschlugen zu den stärkeren Teams in der Liga, wobei die Gastgeberinnen vor allem in der Breite sehr gut aufgestellt sind.

Zudem agiere der TSV oft auch mit der siebten Feldspielerin und stellen so jeden Gegner vor neue Herausforderungen. Folglich werde es ein ähnlich schwieriges Unterfangen für den TuS – wie im Derby gegen Allensbach – Punkte aus der Fremde zu entführen. Für ein Erfolgserlebnis am Sonntag muss insbesondere die Konzentration über nahezu 60 Minuten hochgehalten werden.

Konnte man sich in der BWOL noch Schwächephasen erlauben, wird dies in der dritten Liga eiskalt ausgenutzt und zehn Minuten Schläfrigkeit seien nicht mehr zu kompensieren. Nichtsdestotrotz könne man mit den bisherigen Auftritten der Steißlinger Handballerinnen aus Vereinssicht mehr als zufrieden sein und mit Emotionen sowie Kampfgeist sei auch gegen Wolfschlugen eine Überraschung möglich.

Neben der Langzeitverletzten Kerstin Lang wird auch Corinna Martin nicht mit von der Partie sein, zudem kommt das Spiel für Allrounderin Sarina Müller nach langer Verletzungspause wohl noch etwas zu früh. „Wolfschlugen ist mit Sicherheit eines der schwersten Auswärtsspiele der Saison“, fühlt sich TuS-Coach Sascha Spoo gewarnt.

Und weiter: „Sie haben eine sehr routinierte und abgezockte Mannschaft beisammen und sind gerade vor dem lautstarken heimischen Publikum ein extrem starker Gegner.“ Die nächste Herkules-Aufgabe in der 3. Handball-Bundesliga wird am Sonntag um 17 Uhr in Wolfschlugen angepfiffen.