Schulcampus eröffnet Tuttlingen weiht sanierte Gymnasien IKG und OHG feierlich ein

Autor
Die Stadt Tuttlingen weiht die umfassend sanierten Gymnasien IKG und OHG mit einem Festakt ein. Nach sechs Jahren Bauzeit stehen moderne Lernräume für die Zukunft der Schüler bereit.
Mit einem Festakt in der Aula wurden am Freitag die sanierten Gymnasien Immanuel-Kant-Gymnasium (IKG) und Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) offiziell eingeweiht. Nach sechs Jahren Bauzeit betonte Oberbürgermeister Michael Beck die Bedeutung des Projekts für Bildung und Chancengleichheit: „Es geht hier nicht nur um Stahl, Glas und Beton – es geht um Bildung und Chancengleichheit, um die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen.“
Sechs Jahre Bauzeit mit vielen Herausforderungen
Bereits 2014 rückte die Zukunft der beiden Gymnasien auf die Tagesordnung. Fehlender Brandschutz, Bauschäden und weitere Mängel machten deutlich, dass kleinere Sanierungen nicht ausreichen würden. Gleichzeitig eröffnete sich die Möglichkeit, die Gebäude an die heutigen pädagogischen Anforderungen anzupassen.
Ein Abriss kam nach den Worten von Beck nie ernsthaft infrage. Insbesondere das großzügige Raumangebot des IKG wäre nach heutigen Vorgaben nicht mehr realisierbar gewesen. „Eine solche Schule gibt man nicht auf“, sagte der Oberbürgermeister.
Die Bauarbeiten begannen 2020 und standen von Beginn an unter schwierigen Vorzeichen. Die Corona-Pandemie, Lieferengpässe und Kostensteigerungen infolge des Ukrainekriegs, die Insolvenz einer Baufirma sowie erste Bauschäden während der Bauphase stellten das Projekt vor große Herausforderungen. Umso größer sei nun die Freude über das Ergebnis. Schulen seien „nicht nur Orte, an denen Wissen vermittelt wird, sondern auch Orte, an denen Talente entdeckt werden“, so Beck.
Kultusministerium lobt nachhaltige Sanierung
Für Ministerialdirektor Manuel Geiger vom Kultusministerium war die Feier in Tuttlingen die erste Schuleinweihung in seinem neuen Amt. Er betonte, dass sich die Anforderungen an Schulgebäude in den vergangenen Jahren grundlegend verändert hätten.
„Unsere Schulgemeinschaften sind vielfältiger geworden – das schlägt sich auch in den Gebäuden nieder“, sagte Geiger. Besonders hob er hervor, dass die Gymnasien vollständig im Bestand saniert wurden und damit ein nachhaltiger Ansatz verfolgt wurde.
Architektur verbindet zwei Schulen zu einem Campus
Für das Münchner Architekturbüro Krug Grossmann sprachen Peter Franck und Projektleiter Michael Immler. Immler schilderte die Aufgabe, zwei unterschiedliche Gebäude zu einem gemeinsamen Campus zu entwickeln und dabei deren jeweilige Eigenheiten zu erhalten.
Der respektvolle Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz habe bei der Planung im Mittelpunkt gestanden.
Schulleitungen danken für Unterstützung
IKG-Schulleiterin Patricia Pulfer betonte, dass mit dem Projekt weit mehr als nur Gebäude entstanden seien: „Hier wurde nicht einfach nur Beton vergossen: Hier wurde Raum für die Zukunft geschaffen.“ Sie dankte der Stadt für die gute Zusammenarbeit – auch während schwieriger und anstrengender Bauphasen.
OHG-Schulleiter Christian Künstle schloss sich dem Dank an und würdigte die Entscheidung von Stadtverwaltung und Gemeinderat. Mit Blick auf Kosten und Umfang des Projekts sagte er: „Der OB und der Gemeinderat haben hier eine sehr mutige Entscheidung getroffen.“
Den Abschluss des Festakts bildete die gemeinsame Segnung der beiden Schulen durch Dekan Matthias Koschar und Pfarrerin Marie Louise Karle. Musikalisch begleitet wurde die Feier vom gemeinsamen Chor und Orchester von IKG und OHG.
(Quelle: Stadt Tuttlingen)
Schlagwörter
WOCHENBLATT bei Google bevorzugen
Was bedeutet das?Transparenz
- Erstmals veröffentlicht
- 27.07.2026, 08:45 Uhr
- Entstehung
- Mit Unterstützung eines KI-Systems, redaktionell geprüft





