Schwere Schäden an Brückenkonstruktion Wöhrdenbrücke in Tuttlingen muss lange gesperrt werden

Wöhrdenbrücke in Tuttlingen muss lange gesperrt werden
MRT für eine Brücke: Das Team der MPA bei der Arbeit. (Bild: Stadt Tuttlingen)
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Die Wöhrdenbrücke in Tuttlingen ist nicht akut einsturzgefährdet, weist aber erhebliche Schäden auf. Eine umfassende Sanierung oder ein Neubau wird notwendig.

Die Ergebnisse einer einwöchigen Untersuchung durch die Materialprüfungsanstalt Stuttgart (MPA) stellte Oberbürgermeister Michael Beck am Montag im Gemeinderat vor. Dabei zeigte sich, dass die Spannstähle im Inneren des Betons, die große Teile der Brückenkonstruktion tragen, nicht verrostet sind.

Für die Untersuchung hatten die Experten spezielle Messgeräte eingesetzt. Mithilfe von Magnetfeldern konnten sie ähnlich wie bei einer Magnetresonanztomografie (MRT) das Innere des Betons sichtbar machen. „Die Brücke ist nicht akut einsturzgefährdet – wir müssen sie also nicht sperren“, erklärte Beck.

Schäden am Widerlager bleiben bestehen

Trotz dieses Ergebnisses weist die Wöhrdenbrücke erhebliche Schäden auf. Bereits im Frühjahr hatte das Ingenieurbüro Reh festgestellt, dass der Beton des nördlichen Widerlagers schadhaft ist. Dabei handelt es sich um den massiven Betonblock am Ufer, auf dem die eigentliche Brücke aufliegt.

Die Schäden erfordern derzeit keine sofortige Sperrung. Die bestehende Gewichtsbeschränkung auf 7,5 Tonnen bleibt allerdings weiterhin in Kraft.

Sanierung oder Neubau der Wöhrdenbrücke?

Für die weiteren Planungen sieht die Stadt einen zeitlichen Spielraum von rund drei Jahren. „Wir haben jetzt gut drei Jahre Zeit, um in Ruhe zu planen und auch den Bau klug zu terminieren“, sagte Beck am Montag.

Dabei stehen zwei Möglichkeiten zur Diskussion: Entweder wird die Wöhrdenbrücke vollständig abgerissen und neu gebaut oder lediglich das beschädigte Widerlager saniert.

Eine Sanierung hätte jedoch einen entscheidenden Nachteil. Nach Einschätzung der Stadt müsste mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch der übrige Teil der Brücke einige Jahre später erneuert werden. Damit wäre eine zweite Sperrung verbunden.

In den kommenden Monaten will die Stadt deshalb eine wirtschaftlich sinnvolle Lösung erarbeiten.

Längere Sperrung und Verkehrsprobleme erwartet

Unabhängig davon, welche Variante letztlich umgesetzt wird, steht bereits fest, dass die Wöhrdenbrücke für längere Zeit nicht nutzbar sein wird. Die Stadt rechnet dadurch mit größeren Verkehrsproblemen.

Durch den mehrjährigen Planungsvorlauf soll das Bauvorhaben allerdings so terminiert werden, dass keine größeren Parallelbaustellen entstehen.

(Quelle: Stadt Tuttlingen)

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