In 36 Metern Höhe entdeckt Nest der Asiatischen Hornisse in Tuttlingen entfernt

Nest der Asiatischen Hornisse in Tuttlingen entfernt
Mitglieder des Imkervereins Tuttlingen sichern das entfernte Nest der Asiatischen Hornisse im Altental. (Bild: Janika Mägerle / Stadt Tuttlingen)
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Im Tuttlinger Altental ist ein Nest der Asiatischen Hornisse in rund 36 Metern Höhe entfernt worden. Dafür musste der betroffene Baum gefällt werden.

Aufgrund der außergewöhnlichen Höhe des Nestes entschieden die Beteiligten, den Baum zu fällen. Die Maßnahme sollte dazu beitragen, eine weitere Ausbreitung der invasiven Hornissenart vor Ort einzudämmen.

Nach der Fällung wurde das Nest am Boden mit einem Kohlendioxid-Löscher besprüht, um das Auffliegen der Tiere zu verhindern. Anschließend nahmen Mitglieder des Imkervereins Tuttlingen das Nest in speziellen Schutzanzügen auf.

Drei Nester seit Mitte September entdeckt

Seit dem 15. September wurden nach den vorliegenden Meldungen drei Nester im Landkreis Tuttlingen entdeckt. Jeweils ein Fund wurde auf den Gemarkungen Wurmlingen, Tuttlingen und Trossingen registriert. Mit weiteren Entdeckungen wird in den kommenden Wochen gerechnet.

Wenn die Bäume ihre Blätter verlieren, werden Nester in den Baumkronen leichter sichtbar. Gerade im Herbst ist ihre Beseitigung von Bedeutung, da zu dieser Jahreszeit die Jungköniginnen entstehen. Diese können im Frühjahr neue Schwärme bilden und damit zur weiteren Ausbreitung beitragen.

Asiatische Hornisse breitet sich aus

Die Asiatische Hornisse breitet sich seit einigen Jahren stark in Baden-Württemberg aus. Sie jagt verschiedene Insekten, darunter Honigbienen, und kann dadurch Bienenvölker schwächen. Zudem tritt sie in Konkurrenz zu geschützten heimischen Hornissenarten.

Da sie keine nennenswerten Fressfeinde hat und andere Arten stark dezimiert oder verdrängt, stellt sie eine Gefahr für die Artenvielfalt dar. Daher stimmen auch Tier- und Naturschützer einer Bekämpfung der Asiatischen Hornisse zu.

So lässt sich die Hornisse erkennen

Von der heimischen Europäischen Hornisse unterscheidet sich die Asiatische Hornisse vor allem durch ihre Färbung. Sie ist etwas kleiner und deutlich dunkler. Kennzeichnend sind eine schwarze Brust, gelbe Beinenden sowie ein überwiegend dunkler Hinterleib mit einer markanten gelben Binde.

Die Europäische Hornisse besitzt dagegen eine rotbraune Brust und einen deutlich gelb-schwarz gemusterten Hinterleib.

Auch Lage und Form der Nester können Hinweise liefern. Kleinere Gründungsnester entstehen im Frühjahr häufig an geschützten Stellen, beispielsweise in Schuppen, Sträuchern oder in Bodennähe. Größere Sommernester hängen meist frei in Baumkronen. Sie können bis zu einen Meter hoch werden, sind kugel- bis birnenförmig und besitzen einen seitlichen Eingang.

Abstand zu entdeckten Nestern halten

Wer ein mögliches Nest entdeckt, sollte Abstand halten und es nicht stören. Asiatische Hornissen verteidigen ihre Nester und können bei einer Störung in größerer Zahl angreifen. Eine eigenständige Entfernung sollte deshalb keinesfalls erfolgen. Dafür sind geschulte Fachleute mit geeigneter Schutzausrüstung erforderlich.

Sowohl einzelne Tiere als auch Nester können über die Meldeplattform der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) oder über die App „Meine Umwelt“ gemeldet werden. Für die Prüfung werden ein Foto, der genaue Fundort und das Sichtungsdatum benötigt. Fotos sollten nur aus sicherer Entfernung aufgenommen werden. Die Meldungen helfen dabei, die Verbreitung der Art zu erfassen.

Die Meldeplattform ist unter lubw.baden-wuerttemberg.de erreichbar.

(Quelle: STADT TUTTLINGEN)

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