Invasive Art entdeckt Hornissennest in Biberach aus 33 Metern entfernt

Hornissennest in Biberach aus 33 Metern entfernt
Das Sekundärnest der Asiatischen Hornisse auf dem Gigelberg konnte erfolgreich entfernt werden. (Bild: Stadt Biberach)
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Auf dem Gigelberg in Biberach ist erneut ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt und entfernt worden. Es befand sich in rund 33 Metern Höhe in einer Fichte.

Für den Einsatz war eine besonders lange Drehleiter notwendig. Auf Anfrage der Feuerwehr unterstützte deshalb die Werkfeuerwehr von Boehringer Ingelheim die Arbeiten. Speziell ausgebildete Feuerwehrkräfte ermöglichten den Zugang zum Nest und unterstützten dessen sichere und fachgerechte Entfernung.

Erste Hinweise auf das Hornissenvolk hatte es bereits beim Schützenfest gegeben, als einzelne Tiere gesichtet wurden. Bis das eigentliche Nest gefunden werden konnte, verging jedoch einige Zeit. Die Suche war zeitaufwendig. Mit zunehmender Größe des Volks nahm auch der Flugverkehr zu, wodurch sich die Flugrichtung schließlich besser verfolgen ließ.

Sekundärnest hoch in einer Fichte

Bei dem Fund handelte es sich um ein sogenanntes Sekundärnest. Solche Nester bauen die Hornissenvölker typischerweise im Verlauf des Sommers. Im Frühjahr errichten sie zunächst ein kleineres Primärnest, häufig in Bodennähe – etwa in Schuppen, unter Dachvorsprüngen oder in Hecken.

Wird das Volk zu groß, zieht es in ein neues, deutlich größeres Nest um. Dieses wird meist zehn bis 40 Meter hoch in Baumkronen angelegt. Sekundärnester können einen Durchmesser von bis zu einem Meter erreichen und mehrere Tausend Tiere beherbergen.

Bei der Entfernung auf dem Gigelberg waren Wespen- und Hornissenberater im Einsatz, die sich ansonsten vor allem dem Schutz heimischer Arten widmen. Sie beraten bei Nestern einheimischer Wespen und Hornissen und siedeln diese, wenn es sinnvoll und möglich ist, fachgerecht um.

Asiatische Hornisse ist invasive Art

Bei der Asiatischen Hornisse gelten andere Maßstäbe. Sie ist eine invasive, gebietsfremde Art, die nach ihrer Einschleppung nach Europa im Jahr 2004 und dem ersten Nachweis in Deutschland im Jahr 2014 zunehmend verbreitet ist.

Da sie in großer Zahl Jagd auf Insekten macht, kann sie insbesondere für Honigbienen und andere heimische Insektenarten eine erhebliche Belastung darstellen und damit Auswirkungen auf die Biodiversität haben.

Die Asiatische Hornisse ist nicht grundsätzlich aggressiv gegenüber Menschen. Wie andere staatenbildende Wespen und Hornissen verteidigt sie ihr Nest jedoch energisch, wenn sie sich oder ihre Brut bedroht fühlt. Deshalb sollte ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten und ein Nest keinesfalls selbst untersucht oder entfernt werden.

Auffällige Nester melden

Je früher einzelne Tiere gemeldet werden, desto größer ist die Chance, ihre Flugrichtung zu verfolgen und das Nest zu finden, bevor die Population stark anwächst. Im Sommer und Herbst befinden sich die großen Sekundärnester häufig in Baumkronen und können von unten wie graubraune Kugeln zwischen den Ästen wirken.

Auffällige, kugelförmige Nester sollten gemeldet, aber keinesfalls selbst untersucht oder entfernt werden. Wer eine Asiatische Hornisse oder ein verdächtiges Nest entdeckt, sollte nach Möglichkeit ein Foto machen und den Fund melden. Dies ist direkt unter 0151/22115333 und/oder über die Meldeplattform der LUBW möglich. Auch einzelne Tierbeobachtungen können wertvolle Hinweise liefern und dabei helfen, weitere Nester aufzuspüren.

(Quelle: Stadt Biberach)