Landratsamt bittet um Mithilfe Asiatische Hornisse im Landkreis Biberach – jetzt nach Anfangsnestern Ausschau halten

Asiatische Hornisse im Landkreis Biberach – jetzt nach Anfangsnestern Ausschau halten
So sieht ein sogenanntes Embryonal- oder Anfangsnest der Asiatischen Hornisse aus. (Foto: Thomas Beissel)
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Im vergangenen Jahr wurde im Landkreis Biberach erstmals ein Nest der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) nachgewiesen. Die Art gilt in Deutschland als invasive gebietsfremde Art und kann durch Raub von anderen Insekten aller Art, insbesondere auch der Honigbiene, negative Auswirkungen auf die heimische Insektenwelt und damit auch auf die Biodiversität und landwirtschaftlichen Erträge haben.

Mit steigenden Temperaturen im Frühjahr werden die Königinnen, die überwintert haben, wieder aktiv und beginnen mit dem Bau sogenannter Gründungs- oder Primärnester. Diese ersten Nester sind zu Beginn meist nur tischtennisballgroß und befinden sich häufig in geschützten Bereichen in niedriger Höhe – zum Beispiel in Geräteschuppen, Gartenhäusern, unter Carports oder Dachvorsprüngen, in Hecken oder auch in Rolladenkästen.

Im weiteren Verlauf, im Spätsommer, baut die asiatische Hornisse ein sogenanntes Sekundärnest, meist hoch in den Bäumen
Im weiteren Verlauf, im Spätsommer, baut die asiatische Hornisse ein sogenanntes Sekundärnest, meist hoch in den Bäumen. (Foto: Schütte/Wieckhorst)

Gerade jetzt im Frühjahr lassen sich diese kleinen Nester oft noch gut entdecken und entfernen.

Das Landratsamt Biberach bittet die Bevölkerung daher um Mithilfe: „Wenn Sie ein Nest der Asiatischen Hornisse entdecken oder sich bei einer Beobachtung unsicher sind, melden Sie dies bitte mit einem Foto über die offizielle Meldeplattform der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW). Lieber einmal zu oft melden als gar nicht. Hinweise aus der Bevölkerung helfen dabei, Nester und Einzeltiere frühzeitig zu entdecken“, sagt Hubert Baur, Leiter des Amts für Bauen und Naturschutz.

Das Meldeformular ist online unter https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/asiatische-hornisse-melden hinterlegt.

Die Meldungen werden von Fachleuten geprüft. Anschließend erhalten die Bürgerinnen und Bürger, die den Fund gemeldet haben, eine Rückmeldung zum weiteren Vorgehen. Bestätigte Funde werden zudem in einer Fundkarte erfasst, um die weitere Ausbreitung der Art besser nachvollziehen zu können.

Die Heimische Hornisse (Vespa crabro) und die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) im Vergleich
Die Heimische Hornisse (Vespa crabro) und die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) im Vergleich. (Foto: Dr. Otto Böcking, LAVES Institut für Bienenkunde Celle)

Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg rät dringend davon ab, Nester selbst zu entfernen. Maßnahmen erfolgen erst nach fachlicher Prüfung und entsprechender Abstimmung. Dazu muss unbedingt die passende Schutzausrüstung getragen werden.

Weitere Informationen zu dem Thema gibt es bei der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg und der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim.

(Quelle: Landratsamt Biberach)