Am 25. Oktober werden die Uhren wieder eine Stunde zurückgestellt. Das beeinflusst nicht nur unseren Schlaf, sondern kann auch die Gefahr von Wildunfällen im Straßenverkehr erhöhen.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag endet die Sommerzeit. Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt. Damit beginnt wieder die sogenannte Winterzeit, die eigentlich Normalzeit heißt. Die Nacht dauert eine Stunde länger. Morgens wird es nach der Uhr früher hell, abends dafür früher dunkel.
Warum bringt uns die Zeitumstellung aus dem Takt?
Obwohl wir theoretisch eine Stunde länger schlafen können, macht die Umstellung manchen Menschen zu schaffen. Der Grund ist unsere innere Uhr, die unter anderem den Schlaf-Wach-Rhythmus steuert und sich stark am Tageslicht orientiert.
Durch die veränderten Uhrzeiten kann dieser Rhythmus vorübergehend durcheinandergeraten. Mögliche Folgen sind Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme und Gereiztheit.
Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit vom Oktober 2026 haben 29 Prozent der Befragten bereits gesundheitliche oder psychische Probleme durch die Zeitumstellung erlebt. Von den Betroffenen berichten 80 Prozent über Müdigkeit und 63 Prozent über Schlafprobleme. Insgesamt sprechen sich 71 Prozent der Befragten für eine Abschaffung der Zeitumstellung aus.
Während sich manche Menschen schnell an die neue Uhrzeit gewöhnen, benötigen andere mehrere Tage, um ihren Schlafrhythmus wieder anzupassen. Hilfreich können regelmäßige Schlafenszeiten, ausreichend Tageslicht und Bewegung an der frischen Luft sein.
Vorsicht vor Wildunfällen im Landkreis Ravensburg
Die Zeitumstellung kann sich auch auf die Sicherheit im Straßenverkehr auswirken. Weil es abends nach der Uhr früher dunkel wird, fällt der Berufsverkehr häufiger in die Dämmerung. Genau dann sind viele Wildtiere besonders aktiv.
Nach Angaben der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg wurden im Landkreis Ravensburg im Jahr 2025 insgesamt 1.380 Wildunfälle polizeilich registriert. Damit lag der Landkreis landesweit an der Spitze. In ganz Baden-Württemberg waren es 20.597 Wildunfälle.
Besonders auf Straßen entlang von Wäldern und Feldern sollten Autofahrer deshalb vorsichtig sein. Der ADAC empfiehlt, die Geschwindigkeit anzupassen und bremsbereit zu bleiben. Taucht ein Tier auf der Fahrbahn auf, sollte kontrolliert gebremst werden. Riskante Ausweichmanöver sind zu vermeiden.
Warum gibt es die Zeitumstellung überhaupt noch?
Die Zeitumstellung wurde in Deutschland 1980 wieder eingeführt, um das Tageslicht besser zu nutzen und Energie zu sparen. Ob sie tatsächlich nennenswert Energie einspart, ist allerdings umstritten.
Bereits seit Jahren wird über ihre Abschaffung diskutiert. Eine Einigung auf eine dauerhafte Zeitregelung gibt es innerhalb der Europäischen Union bislang nicht.
Die nächste Zeitumstellung findet am Sonntag, 28. März 2027, statt. Dann werden die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt und die Sommerzeit beginnt.