Der deutsche Robotik-Meister kommt aus Spaichingen

Der deutsche Robotik-Meister kommt aus Spaichingen
ihren Robotern für die RoboCup-Europameisterschaft qualifiziert. (Bild: Föhl)

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Ein Deutscher-Meister-Titel, ein dritter und ein fünfter Platz: Beim RoboCup-Bundesfinale in Kassel haben sich gleich drei Schüler-Teams des Gymnasiums Spaichingen für die Europameisterschaft qualifiziert.

Der RoboCup ist ein weltweit bedeutendes Technologieevent für intelligente Roboter in den Bereichen Entwicklung und auch Bildung. Mit dem RoboCup Junior, der für Schülerinnen und Schüler bis 19 Jahre offen ist, gibt es einen entsprechenden internationalen Nachwuchswettbewerb, der in Deutschland über zwei Stufen – Qualifikation und Bundesfinale – zu internationalen Wettbewerbsteilnahmen führen kann.

In diesem Jahr hatten sich sechs Teams des Gymnasium Spaichingen in den Kategorien Rescue Maze entry (bis 16 Jahre) und Rescue Maze (bis 19 Jahre) für das Bundesfinale des RoboCup GermanOpen, welches vom 18. bis zum 21. April in Kassel stattfand, qualifiziert.

Mit dem Titel Deutscher Meister sind Felix Hafner und David Schumacher vom RoboCup GermanOpen zurückgekommen. Als Team RescueRush haben beide in der Kategorie Maze entry von Beginn an um die vorderen Plätze mitgespielt. Bei Maze entry müssen Roboter selbst entwickelt und gebaut werden, die ein unbekanntes Labyrinth autonom erkunden und Hindernisse und Rampen meistern und Farbfelder am Boden erkennen. Dabei müssen sie an bestimmten Feldern selbstständig sogenannte Rescue Kits ablegen und am Ende, nach Erkundung des gesamten Labyrinths, zum Startfeld zurückfinden.

Mit zwei perfekten Läufen sieben und acht mit voller Punktzahl am dritten Wettbewerbstag waren die beiden Spaichinger Schüler nicht mehr einzuholen und wurden mit 2700 Punkten verdient Deutscher Meister und hatten die Qualifikation für die Europameisterschaft erreicht. Ebenfalls für die Europameisterschaft konnten sich in Maze entry Viacheslav Poereznichenko und Joel Dankert als Team Rash Rescue qualifizieren.

In den ersten Läufen musste die beiden Spaichinger Schüler noch mit unterschiedlichen technischen Herausforderungen kämpfen, konnten sich aber über die Wettbewerbstage stetig steigern und haben im finalen Lauf den Sprung auf Platz 5 geschafft (2000 Punkte), der das letzte Ticket für die Europameisterschaft bedeutete. Auch die weiteren Spaichinger Teams bei Maze entry haben gute Ergebnisse auf den GermanOpen erzielt: Sara Al Halabi und Batoul Al Halabi belegten als Team 9/10tel mit 1620 Punkten den 11. Platz, Mathis Keil, Philllip Schneider und Jason Bernhardt belegten als Team Team mit 1300 Punkten den 19. Platz und Simon Müther, Julian Roussety und Mal Zena belegten als Team Schraubmal mit 1290 Punkten den 20. Platz.

In Rescue Maze haben sich Jonas Müther und Jakob Wangerin als Team Jak und Jonas mit dem dritten Platz (2700 Punkte) im Bundesfinale für die Europameisterschaft qualifiziert. In Rescue Maze müssen die selbstentwickelten Roboter autonom durch ein größeres und noch schwierigeres Labyrinth mit Treppen und versteckten Räumen im Vergleich zu Maze entry finden und dabei Buchstaben und Farbmarkierungen über Kamera und eigener KI an Wänden erkennen.

Dort müssen sie ebenfalls selbstständig sogenannte Rescue Kits ablegen und durch eine autonome Kartierung selbstständig zum Startfeld zurückfinden. Nach der EM-Qualifikation in der Kategorie Maze entry im vergangenen Jahr, die beide Schüler als vierte abgeschlossen hatten, ist dies nun die zweite Europameisterschaft für Jonas und Jakob.

(Pressemitteilung: Gymnasium Spaichingen/ Manuel Vogel)