Lücken im Mobilfunknetz Wo es im Kreis Sigmaringen noch Funklöcher gibt

Wo es im Kreis Sigmaringen noch Funklöcher gibt
Die Mobilfunkversorgung im Landkreis Sigmaringen ist insgesamt gut, dennoch bestehen insbesondere bei 5G und in einzelnen ländlichen Gebieten noch Lücken. (Symbolbild: dikushin / iStock / Getty Images Plus)
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Der Landkreis Sigmaringen verfügt größtenteils über eine gute Mobilfunkversorgung. Doch bei 5G sowie im Donautal und Naturpark Obere Donau bestehen noch Lücken.

Wie gut ist der Landkreis tatsächlich mit Mobilfunk versorgt? Dieser Frage ging die CDU-Landtagsabgeordnete Ilona Boos mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung nach. Die Antwort des Innenministeriums zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Mobilfunkstandards und einzelnen Gebieten.

Mit 2G sind 99,98 Prozent und mit 4G 97,5 Prozent der Fläche versorgt. Damit liegt der Landkreis jeweils leicht über dem baden-württembergischen Durchschnitt. Bei 5G sind es dagegen 91,25 Prozent, landesweit liegt der Wert bei 92,58 Prozent.

Fast ein Viertel sind Graue Flecken

Auffällig ist der Anteil der sogenannten Grauen Flecken. Das sind Gebiete, die zwar von mindestens einem, aber nicht von allen Mobilfunknetzbetreibern mit mobilem Breitband versorgt werden. Sie machen im Landkreis 23,97 Prozent der Fläche aus, landesweit sind es 19,31 Prozent. Weiße Flecken betreffen 2,08 Prozent, vollständige Funklöcher lediglich 0,02 Prozent der Kreisfläche.

Boos bewertet die Entwicklung grundsätzlich positiv, sieht aber weiteren Handlungsbedarf: „Die Entwicklung der Mobilfunkversorgung im Landkreis Sigmaringen geht in die richtige Richtung. Das ist enorm wichtig als Standortfaktor für unsere lokalen Unternehmen. Dabei dürfen wir aber natürlich nicht stehen bleiben. Es gibt immer noch Regionen, in denen die Versorgung nicht ausreichend gewährleistet ist. Unser Ziel muss sein, dass die Versorgung mit 5G im Landkreis möglichst flächendeckend funktioniert“.

Neuer Mobilfunkstandort geplant

Eine größere Versorgungslücke soll durch einen neuen Mobilfunkstandort zwischen Sigmaringen und Krauchenwies geschlossen werden. Das Projekt wird über das Mobilfunkförderprogramm des Bundes mit 1.314.388 Euro gefördert und befindet sich derzeit im Baugenehmigungsverfahren.

Auch die Netzbetreiber bauen ihre Infrastruktur weiter aus. Die Deutsche Telekom nennt 28 Standorte in Planung oder Genehmigung, Telefónica plant bis zu 28 Neubauten. Vodafone hat weitere Nachrüstungen mit 4G und 5G vorgesehen. 1&1 hat derzeit keine konkreten eigenen Ausbauplanungen für den Landkreis.

Unterschiede bei Straßen und Bahnstrecken

Entlang der Bundesstraßen B311, B313 und B32 gibt es laut Ministerium keine vollständigen Funklöcher. Die 5G-Abdeckung beträgt dort 99,31 Prozent. Weiße Flecken bestehen lediglich entlang der B32 nördlich der Kernstadt Sigmaringen in Richtung Jungnau.

Entlang der Bahnstrecken liegt die 5G-Abdeckung bei 88,67 Prozent. Abschnitte ohne breitbandige Mobilfunkversorgung gibt es in Stetten am kalten Markt, Beuron und im Westen der Stadt Sigmaringen. Eine telefonische Erreichbarkeit ist entlang der gesamten Bahnstrecken dennoch möglich.

Lücken im Donautal und Naturpark

Im Naturpark Obere Donau bestehen noch zwei vollständige Funklöcher: südlich von Nusplingen in der Gemeinde Stetten am kalten Markt sowie in Neufra an der Grenze zum Zollernalbkreis. Beide befinden sich außerhalb geschlossener Bebauung.

Im untersuchten Donautal zwischen Beuron und Inzigkofen gibt es zwar kein vollständiges Funkloch, allerdings verfügen nur 49,9 Prozent des Bereichs über eine breitbandige Mobilfunkversorgung aller Netzbetreiber. Besonders betroffen ist der Abschnitt zwischen Neidingen und dem Jugendzeltplatz Aisnau bei Gutenstein.

Boos betont: „Besonders wichtig ist mir: Der ländliche Raum darf nicht abgehängt sein. Die Versorgung mit Mobilfunk ist ein wichtiger Indikator dafür, gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land sicherzustellen.“ Gerade im Naturpark Obere Donau und im Donautal sieht sie noch Verbesserungsmöglichkeiten.

(Quelle: Ilona Boos MdL)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.