Standesbeamtinnen feiern 25-jähriges Dienstjubiläum

Standesbeamtinnen feiern 25-jähriges Dienstjubiläum
Die Standesbeamtinnen Birgit Rommel (links), Manuela Stengele (Dritte von links) und Sonja Köser (Zweite von rechts) werden für ihr 25-jähriges Dienstjubiläum geehrt. Ihnen gratulieren die Fachberaterinnen Sabine Hofbauer (Zweite von links) und Ilona Bitzer (rechts) sowie Heidi Fischer von der Standesamtsaufsicht (Dritte von rechts). Nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte Brigitte Gulde-Maier, die ebenfalls für 25-jährige Standesamtstätigkeit geehrt wurde. (Bild: Landkreis Sigmaringen)

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Bei der Frühjahrsschulung am Mittwoch im Landratsamt sind die Standesbeamtinnen Birgit Rommel (Sigmaringendorf), Brigitte Gulde-Maier (Hohentengen), Sonja Köser (Inzigkofen) und Manuela Stengele (Sigmaringen) für ihr 25-jähriges Dienstjubiläum geehrt worden – im Landkreis Sigmaringen zum ersten Mal auf Kreisebene.

Aus den Händen der Fachberaterinnen Ilona Bitzer und Sabine Hofbauer nahmen drei von ihnen die entsprechenden Urkunden entgegen. „Die Ehrungen sind ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung“, sagte Heidi Fischer, die beim Landratsamt Sigmaringen für die Standesamtsaufsicht zuständig ist. „Wer 25 Jahre als Standesbeamtin wirkt, erlebt die Veränderungen in der Gesellschaft unmittelbar.“

In den Rathäusern der Städte und Gemeinden im Landkreis Sigmaringen arbeiten etwa 50 Standesbeamte. Ihre wohl bekannteste Aufgabe ist das Schließen von Ehen. Sie beurkunden aber auch Geburten und Sterbefälle und kümmern sich unter anderem um Vaterschaftsanerkennungen und Kirchenaustritte sowie Namensbestimmungen, -führungen und -erklärungen. Dabei muss zum Beispiel auch geklärt werden, ob jemand eine doppelte Staatsangehörigkeit hat, ob es sich um einen Geflüchteten handelt, ob er asylberechtigt ist oder das Asylverfahren noch läuft. Auch der Nachweis der Identität eine wichtige Frage.

Das Aufgabenfeld der Standesbeamten hat sich in den vergangenen Jahren häufig geändert und ist im Laufe der Zeit immer größer geworden. Lebenspartnerschaften zum Beispiel konnten bis 2011 nur in den Landratsämtern geschlossen werden. Seit etwa zehn Jahren spielt insbesondere die Digitalisierung eine zunehmend wichtige Rolle. Die mit Abstand größte Herausforderung stellt aber schon seit längerer Zeit der anhaltende Zuzug von Geflüchteten dar. Häufig fehlen Papiere oder Unterlagen, was den Standesbeamten die Arbeit erschwert.

Unterstützt werden die Standesbeamten im Landkreis Sigmaringen vom Landratsamt, das für die Aufsicht, Prüfung und Beratung der Standesämter zuständig ist. „Auch wegen des guten Kontakts zu den Standesämtern im Kreis macht mir diese Aufgabe seit mehr als 20 Jahren große Freude“, sagt Heidi Fischer, die beim Fachbereich Recht und Ordnung die Standesamtsaufsicht übernimmt – für sie trotz der langen Erfahrung eine immer noch spannende Tätigkeit. „Denn durch die Globalisierung und den Zuzug von Geflüchteten haben wir inzwischen mit fast allen Ländern der Erde zu tun.“

Im Auftrag des Fachverbands der Standesbeamten und des Innenministeriums organisiert der Landkreis Sigmaringen regelmäßig Schulungen für die Standesbeamten in seinem Zuständigkeitsbereich. Die Ehrungen für die Dienstjubiläen hat der Fachverband bislang selbst vorgenommen. Mittlerweile sind sie Bestandteil der Schulungen auf Kreisebene.

(Pressemitteilung: Landkreis Sigmaringen)