Jugendliche ins Visier geraten Sexuelle Erpressung nach Online-Flirts: Fälle in Krumbach und Krauchenwies

Sexuelle Erpressung nach Online-Flirts: Fälle in Krumbach und Krauchenwies
Cyberkriminelle nutzen Online-Chats und Videoanrufe, um Jugendliche und junge Erwachsene mit intimen Aufnahmen zu erpressen. (Symbolbild: gorodenkoff // iStock / Getty Images Plus)

Zwei Online-Flirts enden für mehrere Jugendliche in sexueller Erpressung. Die Polizei warnt vor der Masche „Sextortion“.

Die Betrugsform der sexuellen Erpressung im Internet, auch „Sextortion“ genannt, beschäftigt derzeit die Polizei in mehreren Regionen. Sowohl zwei junge Männer aus Krumbach als auch ein Teenager aus Krauchenwies wurden Opfer dieser Vorgehensweise.

Flirt entwickelt sich zur Falle

Die beiden Männer aus Krumbach lernten über ein soziales Netzwerk eine fremde Frau kennen. Die Kommunikation begann als harmloser Flirt und verlagerte sich später – wie die Polizei erklärt – in ein Videotelefonat. Dort wurden die späteren Opfer zu sexuellen Handlungen überredet. Diese Aufnahmen nutzen die Täter anschließend zur Erpressung und drohen, das Material zu veröffentlichen, falls kein Geld gezahlt wird. Die jungen Männer zahlten nicht und erstatteten Strafanzeige.

Teenager aus Krauchenwies ebenfalls betroffen

Auch ein Jugendlicher aus Krauchenwies wurde in den vergangenen Tagen Opfer einer ähnlichen Masche. Die Täter brachten ihn in einem längeren Chat dazu, ihnen Nacktbilder zu schicken. Anschließend forderten sie einen vierstelligen Betrag und drohten mit Veröffentlichung. Um Vertrauen zu gewinnen, hatten sie dem Teenager zuvor angeblich eigene Nacktbilder geschickt. „Auf versandtes Bildmaterial haben Sie keine Einflussnahme mehr und können so Opfer von Straftaten werden“, warnt die Polizei.

Tipps von Polizei und BKA

Das Bundeskriminalamt empfiehlt unter anderem:

  • Keine Freundschaftsanfragen von fremden Personen annehmen.
  • Account- und Privatsphäre-Einstellungen regelmäßig prüfen – auch die von Kindern.
  • Mit Kindern über die bestehenden Gefahren sprechen.
  • Sparsam mit persönlichen Daten umgehen (z. B. Geburtsdatum, Anschrift, Arbeitgeber).
  • Nicht vorschnell Videochats mit unbekannten Personen zustimmen.
  • Kamera im Zweifel zunächst abkleben und nur verbal kommunizieren.
  • Keine Entblößungen oder intimen Handlungen zulassen, wenn die Person erst kurz bekannt ist.
  • Geräte mit aktueller Betriebs- und Virenschutzsoftware schützen – Malware kann Webcams heimlich aktivieren.

Weitere Hinweise zu Betrugs- und Erpressungsmaschen im Netz gibt es unter www.polizei-beratung.de.

(Quelle: Polizeipräsidium Schwaben Süd/West/Bundeskriminalamt, Polizeipräsidium Ravensburg)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.