Pläne für Basilika Neugestaltung der Basilika Weingarten geht in den Dialog

Neugestaltung der Basilika Weingarten geht in den Dialog
Blick von der Kuppel der Weingartener Basilika in die Vierung, die bei der geplanten Neugestaltung im Zentrum steht. (Bild: Daniel Roeseler, Photolifter / fokus GmbH Leipzig)
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Die Pläne für die liturgischen Orte in der Basilika Weingarten werden am 21. Oktober öffentlich vorgestellt. Dabei sollen Befürworter und Kritiker zu Wort kommen.

Seit fünf Jahren saniert das Land Baden-Württemberg als Eigentümerin die Basilika St. Martin und Oswald in Weingarten in mehreren Bauabschnitten grundlegend. Die Arbeiten nahm die Kirchengemeinde St. Martin gemeinsam mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Anlass, auch die Orte für die liturgischen Feiern in ihrem Verantwortungsbereich ergebnisoffen zu überdenken.

Auf Grundlage eines Ideenwettbewerbs entschied sich der Kirchengemeinderat im März 2026 für den Gestaltungsvorschlag des Vorarlberger Künstlers Albrecht Zauner. Anschließend wurde der Entwurf gemeinsam mit dem Künstler und der Diözese sowie in Abstimmung mit dem Land, vertreten durch Vermögen und Bau, Amt Ravensburg, weiterentwickelt.

Am Mittwoch, 21. Oktober, stellt die Kirchengemeinde die Planungen um 19 Uhr öffentlich in der Basilika vor. Diözesanbaumeister Dr. Thomas Schwieren nimmt dabei die Interessen der Diözese wahr und begleitet die Planung.

Rückmeldungen zur Neugestaltung erwünscht

Zauners Konzept nimmt die gesamte Vierung unter der großen Kuppel in den Blick. Der Künstler wird bei der Vorstellung ebenfalls anwesend sein. Neben Fragen zum Entwurf möchte der Kirchengemeinderat Rückmeldungen und Anregungen von Gemeindemitgliedern und weiteren Interessierten aufnehmen.

Dabei sollen sowohl gegenüber der Neugestaltung aufgeschlossene als auch kritische Stimmen zu Wort kommen. Kritik an den Plänen hatte sich in den vergangenen Wochen auch in einer Petition niedergeschlagen. Der Kirchengemeinderat von St. Martin nimmt diese am Sonntag, 18. Oktober, entgegen. Bereits am 14. Oktober wird sie an Bischof Dr. Klaus Krämer übergeben.

Die Gemeindevertreter greifen zudem den Wunsch der Initiatoren der Petition nach einem Gespräch auf. Dieses soll in kleiner Runde und paritätischer Besetzung stattfinden. Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Ravensburg, Axel Müller, moderiert sowohl dieses Gespräch als auch die Gemeindeversammlung. Die Initiatoren der Petition sind eingeladen, dort ihre Argumente einzubringen.

Müller ist ausgebildeter Mediator und Konfliktmanager und in der Sache unbefangen und unabhängig. Als ehemaliger Kirchengemeinderat sind ihm zudem kirchliche Abläufe vertraut.

Expertendialog für November geplant

Im Anschluss an die Veranstaltung in der Basilika ist für November ein öffentlicher Expertendialog vorgesehen. Dabei sollen unter anderem die historische Einordnung des derzeitigen Altars aus dem Jahr 1931, der im Zentrum der Petition steht, die Feier der Liturgie in heutiger Zeit sowie Bedeutung und Wirkung von Kunst im Kirchenraum vertieft werden.

Kirchengemeinde und Diözese wollen damit einen wertschätzenden Dialog ermöglichen und Missverständnisse ausräumen. Die Letztentscheidung über die Neugestaltung liegt bei der Diözese. Ziel ist es, für die Liturgie in der Basilika eine lebendige Brücke zwischen Tradition, Gegenwart und Zukunft zu bauen.

(Quelle: Diözese Rottenburg-Stuttgart)

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