Angefangen hat für die junge Frau alles im Frühjahr 2011. Sie bemerkte Sensibilitätsstörungen an den Fußsohlen, gefolgt von einer Sehnerv-Entzündung. Sie vermutete einen Vitaminmangel, der Augenarzt wurde allerdings hellhörig und schickte die Patientin zu einem Neurologen. Der wiederum zum Radiologen. Dort dann die niederschmetternde Diagnose: Multiple Sklerose, die „Krankheit der 1000 Gesichter“.
Das alles ist mittlerweile rund 15 Jahre her, für Moni Rädler und ihre Familie begann eine harte Zeit und der Alltag ist beschwerlich. Jetzt, nach all den Jahren, soll es einen Hoffnungsschimmer in Form einer Frequenztherapie geben, heißt es auf GoFundMe. Die weltweit führende Online-Plattform für persönliches Crowdfunding ermöglicht Privatpersonen, Spenden für verschiedenste Anlässe zu sammeln. Auch für Moni Rädler soll Geld zusammenkommen. Aber erst mal der Reihe nach:
Suche nach Ursache und Behandlungsmöglichkeiten
Von den meisten Ärzten hörte die gelernte Jugend- und Heimerzieherin nach der Diagnose damals immer wieder die gleiche Antwort: Es würde Medikamente geben, die wahrscheinlich die Schübe reduzieren. „Anfangs habe ich auch Medikamente ausprobiert, die zeigten aber leider keinen Erfolg. Da es mir aber zunehmend schlechter ging, wollte ich die Medikation nicht mehr so hinnehmen und habe es selbst angepackt“.
Moni hat Bücher gelesen, Beiträge gehört und sich in der Welt der alternativen Medizin umgeschaut und siehe da – es gab und gibt viele alternative Behandlungsmöglichkeiten. Seit damals versuchte sie vieles und einiges blieb dauerhaft. Vorwiegend pflanzliche vollwertige Ernährung, Nahrungsergänzung, Fitnesstraining, Physiotherapie, viel Unterstützung von ihrem Partner und Zuversicht. „Da die Krankenkasse meine alternativen Therapien nicht zahlten, habe ich die Kosten irgendwie selbst gestemmt. Aber das geht ganz schön ins Geld“.
Trotz vieler Einschränkungen für den Sohn aktiv bleiben
Ein guter Freund hat es Moni dann ermöglicht, mit einem elektrischen Liegedreirad mobil zu bleiben, da ihre Beine nicht so wollen wie sie selbst. „Aber auch das kostet Geld“. Für ihren Sohn versucht sie trotz der vielen Einschränkungen eine möglichst aktive Mama zu sein. „Kurze Strecken kann ich mit Stöcken gehen und vieles erledige ich mit dem Liegedreirad“. Ob Einkaufen gehen, Arztbesuche, Freunde besuchen, unseren Sohn zu Terminen begleiten oder auch nur zur Arbeit gehen, ist sehr mühsam.
„Dazu kommt eine körperliche und geistige Fatique, welche mich zu vielen Pausen zwingt und ich sehr schnell erschöpft bin. Deshalb bin ich seit 2016 berentet und arbeite nur 8 Stunden in der Woche im Büro des Kindergartens um die Ecke“.

Elektrische Impulse sollen helfen
Ende 2025 ist Moni auf eine Therapie aufmerksam geworden, die sehr vielversprechend ist. Bei anderen neurodegenerativen Erkrankungen, wie z.B. Demenz, Parkinson… wird die Transkranielle Pulsstimulation (TPS) bereits mit Erfolg angewendet. Es handelt sich dabei um eine Frequenztherapie, bei der mit elektrischen Impulsen den geschädigten Nerven Impulse abgegeben werden. Dadurch gehen die Informationen wieder besser durch und die Symptomatik bessert sich. Die genaue Bezeichnung ist Sozo-Therapie, eine Neuromodulation, heißt es auf GoFundMe. Es gibt immer mehr Ärzte, die sich ausbilden lassen und diese Therapie anbieten.
„Ich spüre bereits eine Verbesserung“
„Seit Mitte Januar 2026 wende ich diese Methode zu Hause zwei Mal täglich an. Dazu musste ich allerdings das Gerät kaufen. Dazu kommen die Kosten für die regelmäßigen Termine bei dem Arzt und für die Laborwerte“. Moni Rädler ist klar, dass diese Therapie keine Wunderheilung ist, aber sie zielt auf die langfristige Besserung der Symptome ab. „Tatsächlich spüre ich jetzt bereits eine Verbesserung und ich bin sehr optimistisch, das mit der Zeit noch viel passieren wird“.
Immer wieder bieten Moni liebe Freunde, die Familie oder nette Bekannte ihre Hilfe an. „Bisher konnten wir alle Kosten alleine stemmen und ich musste diese Angebote nicht nutzen“. Mit dieser neuen Therapie bietet sich für Moni eine großartige Möglichkeit auf Besserung. Diese ist allerdings mit hohen Kosten verbunden.
Hier der Herzenswunsch von Moni Rädler: „Wenn viele Menschen kleine Beträge spenden, kann ich das finanzielle Paket packen und meine Behandlung weiter angehen. So muss ich niemand mit einer großen Leihgabe belasten. Ich bin für jede noch so kleine Spende dankbar“.
Hier finden Sie den Link zur Spendenaktion: https://www.gofundme.com/f/unterstutzung-fur-moni-bei-einer-therapie-bei-ms
(Quelle: GoFundMe)