Die Büste von Anton von Gegenbaur in Wangen erstrahlt nach einer Reinigung wieder in hellem Weiß. Dabei wurden jedoch Schäden entdeckt, die nun eine Sanierung notwendig machen.
Die Büste des in Wangen geborenen Malers Anton von Gegenbaur am Platz an der Stadtmauer beim Frauentor ist frisch gereinigt worden. Normalerweise übernimmt der städtische Bauhof diese Arbeit einmal pro Jahr. Im 150. Todesjahr des Künstlers kümmerte sich jedoch Steinmetzin Steffi Schneider um die Reinigung des Denkmals.
Nach der Säuberung hatte die Expertin eine gute und eine schlechte Nachricht. Positiv ist das Ergebnis der Reinigung: Der Marmor erscheint wieder hell und sauber. Gleichzeitig wurden jedoch Schäden sichtbar, die zuvor von Flechten verdeckt waren.
Tiefe Risse im Marmor entdeckt
An mehreren Stellen weist die Büste tiefe Risse auf. Besonders betroffen sind der Kopfbereich sowie das linke Revers. Nach Einschätzung der Steinmetzin könnten dort größere Abplatzungen entstehen, wenn durch Umwelteinflüsse weiterhin Feuchtigkeit in das Material eindringt. Im schlimmsten Fall würde die Büste am Haaransatz Teile verlieren, zudem könnten Schäden an der dargestellten Kleidung entstehen.
Um weitere Schäden zu verhindern, soll die Büste im Herbst abgebaut und in der Werkstatt in der ERBA saniert werden. Passanten sollen sich daher nicht wundern, wenn das Denkmal vorübergehend verschwindet.
Abbau mit Kran und Säge
Für den behutsamen Abbau werden ein Kran und eine Säge benötigt. Dabei wird der Verbindungsanker zwischen dem weißen Oberteil und dem schwarzen Sockel sorgfältig durchtrennt. Bildlich lässt sich dieser Vorgang mit dem Durchtrennen eines Tortenbodens mittels eines festen Fadens vergleichen.
In ihrer Werkstatt wird Steffi Schneider die Büste sichern und restaurieren. Der Wiederaufbau ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Ziel der Arbeiten ist es, das Denkmal langfristig zu erhalten und seine Lebensdauer möglichst zu verlängern.
(Quelle: Stadt Wangen im Allgäu)