Weissenauer Tabakwanderpfad informiert über neue Konsum-Trends

Weissenauer Tabakwanderpfad informiert über neue Konsum-Trends
rof. Dr. Juan Valdés-Stauber und Evelyne Stumpp ließen sich vom Regenwetter nicht beeindrucken und eröffneten am Weltnichtrauchertag feierlich den dritten Tabakwanderpfad auf dem Weissenauer Klinikgelände. (Bild: Heike Amann-Störk)

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Kinder und Jugendliche vor dem Einfluss der Tabakindustrie zu schützen – darum ging es beim diesjährigen Weltnichtrauchertag am 31. Mai. Mit einem Tabakwanderpfad auf dem Weissenauer Klinikgelände klärt das ZfP Südwürttemberg über die Gefahren und Risiken des Rauchens auf und nimmt dabei auch insbesondere neue Konsum-Trends in den Blick.

„Als Gesundheitsunternehmen ist uns der Nichtraucherschutz aus medizinischen Gründen ein wichtiges Anliegen“, betonte Regionaldirektor Prof. Dr. Juan Valdés-Stauber anlässlich der offiziellen Eröffnung des Tabakwanderpfades. Es gehe dem ZfP Südwürttemberg dabei nicht um die Stigmatisierung der Rauchenden, sondern in erster Linie um Aufklärung über die schädlichen Folgen des Nikotinkonsums. Beim nunmehr dritten Pfad haben die Initiatoren den Schwerpunkt auf den schädlichen Einfluss der Tabakindustrie auf Kinder und Jugendliche gelegt.

„Dabei werden Gefahren für Säuglinge, Kleinkinder, Schulkinder und Jugendliche als passive Leidtragende sowie die entwicklungspsychologischen Auswirkungen betont“, so Valdés-Stauber. Im vergangenen Jahr  lag der Fokus auf der Ausnutzung, Benachteiligung und Gefährdung von Kindern und Jugendlichen beim Anbau von Tabakpflanzen. „Das zieht eine Kritik an den Raubkapitalismus nach sich“, erklärt der Regionaldirektor.

Konzipiert wurde der Tabakwanderpfad, der aus insgesamt sieben Informationspunkten besteht, von Rauchfrei-Trainerin Evelyne Stumpp und weiteren Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Rauchfreies Krankenhaus“. „Bei der Umsetzung war uns wichtig, dass die Gestaltung Jugendliche anspricht“, berichtet Stumpp. Beginnend beim Mitarbeiterparkplatz können sich Interessierte Station für Station beispielsweise über die schädlichen Auswirkungen von E-Zigaretten, die Taktiken der Tabakindustrie oder die besonderen Risiken für Kinder und Jugendliche informieren. Auch neue Konsumtrends wir Vapen oder Nikotinbeutel und die Gefahren von Cannabis werden aufgriffen. Mittels per Smartphone scanbarer QR-Codes gelangt man zu weiterführenden Informationen.

Und es wartet noch eine weitere Besonderheit: „Mit der Eröffnung des Tabakwanderpfades wird ein Geocache aktiviert“, verrät Stumpp. Nach erfolgreicher GPS-Schatzsuche kann dann ein Coin auf Reisen geschickt werden, dessen Position getrackt werden soll. „Beim letzten Mal hat unsere Rauchfrei-Münze mehr als 26.000 Kilometer zurückgelegt, wir sind gespannt, ob wir diesen Rekord knacken!“

(Pressemitteilung: ZfP Südwürttemberg)