Die TWS aus Ravensburg beteiligt sich an einem der größten Batteriespeicherprojekte Deutschlands. Der Batteriepark in Waltrop soll 2028 in Betrieb gehen.
Mit einem Anteil von zwei Megawatt (MW) engagiert sich die Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG (TWS) über die T-BESS 1 GmbH & Co. KG am Trianel Batteriepark Waltrop in Nordrhein-Westfalen. Das Großprojekt umfasst eine Gesamtleistung von 900 MW und eine Speicherkapazität von bis zu 1.800 Megawattstunden (MWh).
Realisiert wird der Batteriepark gemeinsam von Trianel, der BKW AG aus Bern und dem Hamburger Asset Manager Luxcara. Der symbolische Spatenstich fand am 21. September 2026 statt. Daran nahmen unter anderem Mona Neubaur, stellvertretende Ministerpräsidentin sowie Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, und Vertreter der Projektpartner teil.
Batteriespeicher sollen Stromnetz stabilisieren
Mit dem zunehmenden Ausbau von Wind- und Solarenergie wächst auch der Bedarf an Speichermöglichkeiten. Batteriespeicher können überschüssigen Strom aufnehmen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder ins Netz einspeisen, wenn die Energie benötigt wird.
Dadurch lassen sich Schwankungen zwischen Stromerzeugung und Verbrauch ausgleichen. Gleichzeitig können erneuerbare Energien besser in das Stromsystem integriert und die Versorgungssicherheit gestärkt werden.
„Für uns ist die Beteiligung am Batteriepark Waltrop ein konsequenter Schritt. Während in den vergangenen Jahren vor allem Wind- und Solarenergie ausgebaut wurden, rückt nun die Speicherung erneuerbarer Energien in den Mittelpunkt,“ erklärt Helmut Hertle, Technischer Geschäftsführer der TWS.
„Großbatteriespeicher sind eine zentrale Flexibilitätsoption für das Stromsystem und können innerhalb kürzester Zeit auf Veränderungen von Erzeugung und Verbrauch reagieren. Mit unserem Investment erweitern wir unser Portfolio um eine Zukunftstechnologie und schaffen einen Mehrwert.“
Die TWS beteiligt sich gemeinsam mit weiteren kommunalen Energieversorgern über die T-BESS 1 GmbH & Co. KG an dem Projekt. Die Gesellschaft bündelt die Investitionen der beteiligten Energieversorger und hält insgesamt einen Speicheranteil von 80 MW am Batteriepark.
Inbetriebnahme für 2028 geplant
Der Batteriepark entsteht in Waltrop auf einer nicht mehr benötigten potenziellen Erweiterungsfläche des Kraftwerks Lünen. Der Standort liegt unmittelbar am Höchstspannungsnetz und soll aufgrund seiner zentralen Lage einen hohen systemtechnischen Nutzen für das deutsche Stromnetz bieten.
Die ersten Bauarbeiten haben bereits Ende August 2026 begonnen. Ab Juli 2027 sollen die Großkomponenten angeliefert werden. Dazu gehören das Umspannwerk, die Transformatoren und die Batteriespeichersysteme.
Die Inbetriebnahme des gesamten Batterieparks ist für die zweite Jahreshälfte 2028 vorgesehen.
(Quelle: TWS)