In Weissenau steht der Rohbau der neuen Forensischen Psychiatrie. Nach dem Richtfest folgen Innenausbau und Ausstattung bis zur geplanten Fertigstellung 2028.
Mit einem traditionellen Richtspruch würdigte Juniorchef Peter Löffler von der ausführenden Baufirma die bisherige Arbeit auf der Baustelle. Der Richtbaum wurde aufgestellt, anschließend zerschmetterten die Gläser. „Wir sind stolz, hier oben zu stehen und auf das vollbrachte Werk zu sehen“, hieß es in seinem Richtspruch. Er wünschte dem neuen Haus „recht viel Glück“ und allen Beteiligten weiterhin gutes Gelingen.
Die Planungen für das neue Klinikgebäude hatten bereits 2023 begonnen. Hintergrund ist die anhaltende Überbelegung der Forensik, durch die die bestehenden Klinikgebäude längst an ihre Grenzen stoßen. Nach der Entwurfsplanung wurde im Oktober 2024 der Bauantrag eingereicht. Im September 2025 begannen die Arbeiten am Rohbau. Ein Jahr später ist die Gebäudehülle weitgehend geschlossen.
Nicolas Riek, Leiter der Abteilung Bau und Entwicklung, hob beim Richtfest insbesondere das Zeitmanagement und die Arbeit aller Projektbeteiligten hervor. „Hut ab vor der Leistung“, sagte Riek.
Anforderungen an Sicherheit und Therapie
Der Neubau soll sowohl konzeptionell als auch sicherheitstechnisch den besonderen Anforderungen einer modernen Forensischen Psychiatrie entsprechen. Berücksichtigt werden zudem neue Anforderungen wie die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels. Dafür wurden unter anderem die Ausrichtung der Räume und die Beschattung genau geplant.
Auch die Architektur verfolgt ein konkretes Ziel: Das Gebäude soll Identität stiften und das therapeutische Konzept der Besserung und Sicherung unterstützen. Die räumliche Gestaltung soll die Abläufe auf den Stationen verbessern und zugleich den Kontakt zwischen Patient:innen und Mitarbeitenden fördern.
Das Richtfest sei deshalb nicht nur ein wichtiger Meilenstein, sondern auch ein kleines Dankeschön an alle, die zum bisherigen Erfolg beigetragen haben. „Hand in Hand“ sei das Projekt vorangekommen, betonte Riek.
Zum Abschluss wurden die am Bau beteiligten Handwerker zu einem Grillbuffet eingeladen. Projektleiter Michael Eninger und die Leitung des Maßregelvollzugs übernahmen dabei selbst den Grill.
Fertigstellung für 2028 geplant
Bis zur geplanten Fertigstellung im ersten beziehungsweise zweiten Quartal 2028 stehen nun der Innenausbau und die weitere Ausstattung des Gebäudes an.
(Quelle: ZfP Südwürttemberg)