DAV Ravensburg und Stadt Ravensburg treiben Planungen für Vereins- und Kletterzentrum voran

Kletterin beim vom DAV Ravensburg ausgerichteten Kids Cup im Juni in der Kletterbox.
Kletterin beim vom DAV Ravensburg ausgerichteten Kids Cup im Juni in der Kletterbox. (Bild: DAV Ravensburg)

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DAV Ravensburg und Stadt Ravensburg treiben die Planungen für das angedachte neue Vereins- und Kletterzentrum für Ravensburg größten Sportverein weiter voran. Die Stadtverwaltung hat in den vergangenen Tagen die Pächter des städtischen Grundstücks, auf dem die  Sportanlage entstehen soll, über die zukünftige Nutzung informiert.

Das Konzept sieht vor, dass die neue Heimat der Bergsportler, Triathleten und Kletterer auf dem Areal Meersburger Straße Ecke Brühlstraße Ecke Escher-Wyss-Weg ihren Platz findet. Im Moment wird die Fläche von Kleingärtnern genutzt. Die Stadt hat den betroffenen Pächtern Ausgleichsflächen angeboten.

„Wir sind glücklich darüber, dass wir für den DAV einen Platz gefunden haben, der dem größten Sportverein der Stadt und der Region für die kommenden Jahrzehnte angemessene Entwicklungsmöglichkeiten bietet“, sagt Ravensburger Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp.

Auf dem Areal soll ein integriertes Kletter- und Vereinszentrum mit Kletterhalle, Boulderbereich und Außenkletteranlage entstehen. Geplant ist, dass der DAV Ravensburg seine aktuelles Vereinsheim hinter dem Hauptsportplatz des TSB Ravensburg aufgibt und mit Vereinsheim und Geschäftsstelle an die Meersburger Straße Ecke Brühlstraße Ecke Escher-Wyss-Weg umzieht.

„Der gefundene Platz ist ideal für den Plan: Er ist verkehrsgünstig gelegen, vom Bahnhof fußläufig erreichbar, und das geplante Vereinsheim wird immer noch Teil unseres Sportzentrums Rechenwies sein“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp das Konzept hinter der Grundstückswahl. „Zudem bin ich überzeugt, dass der DAV an der für die Stadt markanten Stelle ein architektonisch attraktives Gebäude schaffen wird, das künftig den Eingang zu Ravensburgs Innenstadt von Westen her prägen wird.“

Der DAV Ravensburg begrüßt die Wahl des Grundstücks und freut sich, das Areal in den kommenden Jahren gemeinsam mit der Stadt entwickeln zu dürfen. „Auf diesem Grundstück können wir endlich unsere über die gesamte Stadt verteilten Aktivitäten an einem Standort zusammenziehen und sowohl unseren Kinder- und Jugendgruppen als auch unseren Leistungssportlern angemessene Trainingsmöglichkeiten bieten“, sagt Markus Braig, Sprecher des Vorstands des DAV Ravensburg.

„Klettern und Bouldern boomt nach wie vor, unsere Wartelisten, um in die Gruppen zu kommen, sind lang. Mit einem Vereins- und Kletterzentrum an diesem Ort können wir diesem gesellschaftlich anerkannten Sport in der ganzen Region endlich den Raum einräumen, den er braucht.“

Vereinszentrum als Bindeglied zwischen Sportzentrum und Schussenpark

Für die Stadt Ravensburg ist das Vereins- und Kletterzentrum ein weiteres Puzzlestück um das Areal westlich des Bahnhofs zu einem attraktiven Stadtquartier zu entwickeln. „Das neue Vereinszentrum des DAV, das mit einer attraktiven Außenanlage geplant wird, passt hervorragend“, zu unserer Idee des Schussenparks“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Daniel Rapp. „Das Heim eines naturverbundenen Bergsportvereins ist ein hervorragendes Bindeglied zwischen unseren Sportstätten und der geplanten Parkanlage.“

Das derzeitige Heim des DAV Ravensburg in Rechenwies zwischen den Sportanlagen des TSB Ravensburg und der Bundesstraße 30 reicht für einen Verein mit mehr als 9500 Mitgliedern, die aus Ravensburg und der angrenzenden Region stammen, nicht aus. Die aktiven Abteilungen, neben der Familiengruppe und den Senioren vor allem die zunehmend schneller wachsenden Jugendgruppen des Bergsportvereins sehen sich in ihrer sportlichen Entwicklung aber auch in ihrem gesellschaftlichen Miteinander zunehmend eingeschränkt.

Das neue Zentrum soll zudem die Möglichkeit schaffen, in den olympischen Sportarten Klettern und Triathlon Angebote auf Leistungsniveau zu machen und Wettkämpfe auszurichten. Wenn der DAV Ravensburg sein aktuelles Gelände verlässt, hätten die im Sportzentrum ansässigen Vereine Raum für ihre Entwicklung.

Mit dem neuen Vereins- und Kletterzentrum wollen der DAV und die Stadt außerdem die Situation in der Kletterbox entspannen, in der in den vergangenen Jahren die Probleme zugenommen haben, sowohl die Erfordernisse des Schulsports der Ravensburger Schulen als auch die Bedürfnisse des Kletterns als Leistungs- und Breitensport miteinander zu vereinbaren.

Aufgrund der Kletterwand-Strukturen in der bestehenden Halle kann der Schulsport nicht optimal gehalten werden. Auf der anderen Seite stehen den Breitensport- und Leistungssportgruppen der Kletterer des DAV keine ausreichenden Übungszeiten zur Verfügung. Stadt und DAV planen, dass der Verein die Stadt weiterhin bei der Verwaltung der Kletterbox unterstützt.

Die Mitgliederversammlung des DAV Ravensburg hat bereits im Mai den Lenkungsausschuss des Vereins einstimmig mit der Ausarbeitung einer Konzeptplanung beauftragt, die bis Ende des Jahres vorliegen soll. Das geplante Vereins- und Kletterzentrum ist außerdem am 5. Juli Thema im Ausschuss für Bildung, Sport und Soziales (BSS) des Ravensburger Gemeinderats.

(Pressemitteilung: DAV Ravensburg)